By using this site, you agree to the Privacy Policy and Terms of Use.
Accept
Nur die Raute - Aktuelle HSV NewsNur die Raute - Aktuelle HSV NewsNur die Raute - Aktuelle HSV News
Font ResizerAa
  • HSV NEWS
  • TRANSFERS
  • BUNDESLIGA
  • FUSSBALL NEWS
Font ResizerAa
Nur die Raute - Aktuelle HSV NewsNur die Raute - Aktuelle HSV News
Suche
  • HSV NEWS
  • TRANSFERS
  • BUNDESLIGA
  • FUSSBALL NEWS
Follow US
Nur die Raute » Zum HSV-Abschied von Stefan Kuntz: Ein Einschnitt mit enormer Wirkung
HSV News

Zum HSV-Abschied von Stefan Kuntz: Ein Einschnitt mit enormer Wirkung

Philipp Overhoff
Philipp Overhoff
3. Januar 2026
Share
Stefan Kuntz
Foto: IMAGO

Am 2. Januar, nur einen Tag nach dem Beginn des Jahres 2026, erlebte der HSV einen Neujahrsknall, wie ihn selbst der keinesfalls überraschungsarme Volkspark lange nicht mehr gesehen hatte.

Zur völligen Verwunderung von Fans und Medien verkündete der Klub am frühen Freitagmorgen die sofortige Vertragsauflösung mit Sportvorstand Stefan Kuntz. Ein Schritt, der auf Wunsch von Kuntz und aus privaten Gründen geschah.

90 Minuten später meldete sich Kuntz selbst zu Wort. Auf Instagram schrieb er: „Es war mir eine große Ehre, Teil dieses besonderen Vereins zu sein. Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Das ist nun bei mir der Fall.“ Mehr sagte er nicht – und mehr braucht es auch nicht. Dass Kuntz nicht öffentlich über die Hintergründe sprechen möchte, ist vollumfänglich zu respektieren. Man kann ihm und seinem Umfeld nur von Herzen alles erdenklich Gute wünschen.

Fest steht jedoch: Von dem sportlichen und menschlichen Vermächtnis des Europameisters wird der HSV noch lange nach seinem Abschied profitieren. Der 63-Jährige hat dem chronisch nervösen Traditionsklub ein neues, vor allem aber ein ruhigeres Gesicht gegeben. Anderthalb Jahre lang führte er die Rothosen mit einer Mischung aus kommunikativer Klarheit, Transparenz und der nötigen Empathie.

Sein größtes Vermächtnis bleibt dabei unumstößlich: Kuntz wird für immer der Mann sein, der den HSV nach seinem ersten und bislang einzigen Abstieg zurück in die Bundesliga geführt hat. Sechs Jahre lang war der Klub an diesem Ziel gescheitert, teils auf dramatische, teils auf schmerzlich selbstverschuldete Art. Allein fünf dieser erfolglosen Anläufe fielen in die Amtszeit seines Vorgängers Jonas Boldt, den Kuntz im Mai 2024 beerbte.

Stefan Kuntz
Foto: Getty Images

Stefan Kuntz: Der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt

Schon seine Verpflichtung galt damals als Coup. Mit seinem enormen Erfahrungsschatz und seiner beeindruckenden Vita wurde Kuntz fast überall als der ideale Mann an der Spitze des HSV angesehen. Und doch verlief auch sein Start nicht reibungslos. Den ersten und vielleicht größten Fehler machte er im Sommer 2024, als er an Trainer Steffen Baumgart festhielt. Baumgart, der im Februar Fan-Liebling Tim Walter beerbt hatte, verpasste den Aufstieg einigermaßen deutlich und fand auch in der Saison 2024/25 nie den entscheidenden Zugang zur Mannschaft.

Kuntz erkannte seinen Fehler rechtzeitig und korrigierte ihn konsequent. Nach nur fünf Siegen aus den ersten 13 Saisonspielen entließ er den extrovertierten Coach. Viel entscheidender als diese Trennung war jedoch die Wahl des Nachfolgers. Statt auf deutlich prominentere Namen wie Lukas Kwasniok oder Bruno Labbadia zu setzen, entschied sich Kuntz bewusst für Merlin Polzin – einen langjährigen Co-Trainer ohne Erfahrung als Chefcoach. Nach acht Punkten aus vier Spielen während der „Probezeit“ vor der Winterpause stattete er Polzin mit einem Vertrag bis Saisonende aus.

Es war eine mutige, fast schon untypische HSV-Entscheidung. Und sie zahlte sich aus. Polzin führte den Nord-Klub nach siebenjähriger Zweitklassigkeit zurück in die Bundesliga. Nach dem erlösenden 6:1-Heimsieg gegen Ulm beschrieb Kuntz die Emotionen im Volkspark treffend: „Es kommt mir vor, als hätte einer seit sieben Jahren eine große Champagnerflasche geschüttelt, und heute hat einer den Korken aufgemacht.“

Dass der HSV diesen Aufstieg trotz eines wieder einmal nervösen Saisonendspurts schaffte, war nicht allein Polzin zu verdanken. Kuntz hielt sich lange im Hintergrund, kommunizierte unaufgeregt und strahlte eine Ruhe aus, die sich spürbar auf Mannschaft und Umfeld übertrug. Als es jedoch nötig wurde, trat er hervor.

Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC und drei sieglosen Spielen in Serie wandte sich Kuntz beim Training mit einer klaren Ansage an die Mannschaft. „Wir sind keine Opfer. Wir sind die, die das Heft des Handelns in der Hand haben“, stellte er in aller Deutlichkeit klar. „Der einzige Maßstab ist: Wenn ich nach dem nächsten Spiel abends in den Spiegel schaue, da muss mein Spiegelbild mir sagen: Ich habe mir den Arsch aufgerissen, ich habe alles gegeben und ich war mutig.“

Diese Worte fruchteten. Der HSV gewann die folgenden Spiele mit 4:0 und 6:1 und machte am 33. Spieltag den Aufstieg perfekt.

Wie Kuntz den HSV bundesligatauglich machte

Fast noch beeindruckender war im Anschluss, wie Kuntz den Verein nach dem Aufstieg führte. Von Beginn an machte er den Fans klar, dass die Rückkehr in die Bundesliga mit Rückschlägen und Entbehrungen einhergehen würde. Er sprach offen über den notwendigen Umbruch – sportlich wie personell – und stellte sich schützend vor Polzin und dessen junges Trainerteam.

„Das sind nicht die kleinen Hamburger Jungs. Das sind unsere Bundesliga-Trainer, mit denen wir bereit sind, durch Krisen durchzugehen. Und wir werden es auch müssen, weil wir Krisen bekommen werden“, sagte Kuntz. Folgerichtig wurden die Verträge des Trainerteams noch vor Saisonbeginn über 2026 hinaus verlängert.

Gleichzeitig gelang es ihm, den HSV nicht kleiner zu machen, als er ist. Auf das berühmte Zitat von Uli Hoeneß, wonach vom Standort Hamburg eigentlich die größte Gefahr für den FC Bayern ausgehe, reagierte Kuntz selbstbewusst: „Dem will ich nicht widersprechen.“ Den schwierigen Spagat zwischen gesunder Demut und berechtigtem Selbstbewusstsein meisterte er nahezu perfekt.

Nur die Raute – Alle News rund um den HSV

Auch deshalb – und weil der HSV als Tabellen-13. aussichtsreiche Chancen auf den Klassenerhalt besitzt – sollte der Vertrag von Kuntz eigentlich verlängert werden. Klub und Sportvorstand befanden sich auf einem guten Weg. Dass nun alles anders kam, reißt eine Lücke auf, die nur schwer zu schließen sein wird. Zwar ist der HSV mit Finanzvorstand Eric Huwer und Sportdirektor Claus Costa für die kurzfristigen Aufgaben gut aufgestellt. Doch das Standing, die Reputation und die Ausstrahlung eines Stefan Kuntz können beide Funktionäre nicht ersetzen.

Dessen größte Stärke war es, in Krisenzeiten Ruhepol und in Erfolgsphasen mahnende Stimme der Vernunft zu sein. Dass man den HSV außerdem nicht nur als Fußballverein, sondern auch als gesellschaftspolitisches Gebilde begreifen muss, hat Kuntz wie nur wenige vor ihm verstanden. Dafür wurde er von den Fans in höchstem Maße respektiert.

Seine Abschiedsworte fassen all das zusammen: „Besonders die einzigartige Fankultur, die klare Haltung auch in schwierigen Themen, die gelebte Erinnerungskultur und das große soziale Engagement haben mich tief beeindruckt – weil sie vieles widerspiegeln, wofür auch ich stehe.“ Treffender hätte man den gemeinsamen Weg kaum beschreiben können.

Mehr HSV News? Kein Problem!

Vieira brilliert gegen Heidenheim: „Lange nicht mehr so einen Spieler im HSV-Trikot gesehen“

Zweimal „sehr eng“, einmal grünes Licht: So steht es um das HSV-Lazarett

HSV-Verlängerung: Deswegen wartet Heuer Fernandes noch ab

Vertrag läuft aus: Das sagt Heuer Fernandes zu seiner HSV-Zukunft

Einsatz nicht in Gefahr: HSV kann gegen Elversberg auf Karabec zählen!

THEMEN IN DIESEM ARTIKELClaus CostaEric HuwerHSVMerlin PolzinStefan KuntzSteffen Baumgart
Teile diesen Artikel
Facebook Whatsapp Whatsapp
Kommentare

Folge uns auf Social Media

FacebookLike
XFollow
InstagramFollow

Beliebte News

Oliver Bierhoff
Kuntz-Nachfolge: Bierhoff und Wohlgemuth beim HSV gehandelt!
6. Januar 2026
Emir Sahiti
St. Pauli oder Saudi-Arabien? Sahiti arbeitet an HSV-Abgang
6. Januar 2026
Damion Downs
Medizincheck steht! HSV vor Verpflichtung seines Wunschstürmers
6. Januar 2026
Luka Vuskovic
Vuskovic blickt auf 2026: WM-Traum und Bruder-Moment als Ziele
5. Januar 2026
Daniel Heuer Fernandes
Trotz Schneetreiben: Warum der HSV in Hamburg blieb!
5. Januar 2026
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutz
  • Impressum
Copyright © 2025 - ballnews media
Welcome Back!

Sign in to your account

Username or Email Address
Password

Lost your password?