Beim spektakulären 3:2-Sieg über Hoffenheim standen beide HSV-Sechser noch in der Startelf, für das kommende Heimspiel gegen Stuttgart droht jetzt der Super-GAU.
Während Nicolai Remberg mit einem Kreuzbandriss bekanntermaßen monatelang ausfallen wird, droht nun auch der zweite Teil der Doppelsechs wegzufallen. Albert Sambi Lokonga wurde in Sinsheim in der 76. Spielminute angeschlagen ausgewechselt. Nach dem Spiel habe er eine „kleine Reaktion gespürt“, verriet HSV-Coach Merlin Polzin auf der Pressekonferenz vor dem Stuttgart-Spiel (Samstag, 15:30 Uhr).
„Da wollen wir natürlich sehr vorsichtig sein, um kein Risiko einzugehen. Die Tests und die Diagnose waren aber so, dass wir das Ganze nach und nach steigern konnten. Am Ende geht es natürlich auch darum, dass er zu einhundert Prozent das Gefühl haben soll, dass er der Mannschaft helfen und befreit aufspielen kann“, so Polzin weiter.
HSV ohne Lokonga gegen Stuttgart?
Sein Team und er wollen für die finale Entscheidung noch bis Freitag abwarten: „Fest steht also, dass das letztlich eine Punktlandung werden würde. Prozentual ist das schwer auszudrücken. Ich hoffe natürlich, dass er dabei ist. Wenn das nicht der Fall ist, haben wir aber auch Jungs, die schon mit den Hufen scharren, um den Platz dann einzunehmen.“

Lokonga konnte Anfang der Woche nicht mit der Mannschaft trainieren. Mittlerweile hat er aber wieder teilweise mit seinen Kollegen auf dem Platz stehen können.
„Bei Sambi ist es so, dass er vor seiner Zeit beim HSV immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Wir haben einen Mittelweg gefunden zwischen dem, was er spürt, und wie wir trainieren. Er hat in der letzten Saison gezeigt, zu welchen Höchstleistungen er dann auch fähig ist und wie viel er auf dem Platz stehen konnte“, erinnerte Polzin.
Ohne Punktlandung muss Polzin kreativ werden
Sollte im zentralen Mittelfeld neben Remberg auch noch Lokonga ausfallen, müsste Polzin schon ziemlich kreativ werden, um seine Doppelsechs zu ersetzen. Mit Kofi Amoako, Miro Muheim, Nicolas Capaldo und Bilal Nadir waren immerhin schon vier Spieler im Gespräch, die Kapitän Remberg ersetzen könnten. Eine 1a-Lösung scheint aber bislang noch nicht dabei zu sein. Und das dürfte erst recht so bleiben, sollte die Punktlandung bei Lokonga nicht gelingen.

