Die Revanche ist geglückt, der Angstgegner besiegt: Der HSV hat beim 3:2 gegen die TSG Hoffenheim drei absolute Big Points eingefahren.
Dabei gehörte der Europa-League-Teilnehmer aus dem Kraichgau in der vergangenen Saison zu den nur zwei Teams, gegen die der HSV sowohl das Hinspiel als auch das Rückspiel verloren hatte. Insbesondere beim 1:4 bekamen die Rothosen vor rund zehn Monaten schonungslos ihre Grenzen aufgezeigt.
HSV: Polzin lobt „unfassbare Energieleistung“
Vor dem Wiedersehen erklärte HSV-Coach Merlin Polzin daher nicht umsonst: „Wenn das Spiel ganz normal läuft, wird es sehr schwierig für uns.“ Man müsse versuchen, „ihren Rhythmus zu brechen und unangenehm zu sein“, forderte der 35-Jährige. Trotz der einen oder anderen Schwächephase setzten die Rothosen dieses Ziel insgesamt eindrucksvoll um.
Entsprechend bestätigt sah sich Polzin nach dem Abpfiff. „Im Vorwege des Spiels habe ich gesagt, dass es kein normales Fußballspiel geben darf“, erklärte er im Sky-Interview und sprach von den „Geschichten drumherum“, die es für den sensationellen 3:2-Auswärtssieg unbedingt gebraucht habe.

„Dieser Fußballnachmittag hatte alles, was das HSV-Herz begehrt. Es war eine tolle und unfassbare Energieleistung meiner Mannschaft nach dem Rückstand“, fuhr Polzin fort. Dabei verwies er auch auf die mutmaßlich schwere Verletzung von Kapitän Nicolai Remberg, bei dem aktuell der Verdacht auf einen Kreuzbandriss besteht.
„Vom Kopf her so klar zu sein und eine Rote Karte so für uns zu nutzen“, habe ihn regelrecht begeistert, erklärte Polzin. Entsprechend ausgelassen feierten der Chefcoach und seine Spieler nach 90 nervenaufreibenden Minuten vor den zahlreichen mitgereisten Anhängern. „Der würdige Rahmen mit 10.000 HSV-Fans war definitiv gegeben“, jubelte Polzin grinsend.

