Der HSV tritt am Samstag bei der punktgleichen TSG Hoffenheim an. Dennoch gibt es einen klaren Favoriten.
In der abgelaufenen Spielzeit verloren die Hanseaten nur gegen zwei der 17 ihnen vorgesetzten Gegner. Dazu gehörte neben Leipzig, wo es vor rund vier Wochen eine weitere Niederlage (0:5) gab, auch Hoffenheim. Insbesondere auf fremden Platz. stand der HSV auf vollkommenen verlorenen Posten und verlor hochverdient mit 1:4. „Im Hinspiel wurden uns ganz klar die Grenzen aufgezeigt, was alle Bereiche angeht, um ein Fußballspiel erfolgreich zu gestalten“, so Trainer Merlin Polzin rückblickend.
Im Volksparkstadion hielt der HSV die Begegnung bis zum Ende offen, unterlag aber dennoch mit 1:2. Die TSG stellte aber auch damals die überlegende Mannschaft: „Im Rückspiel war es vom Ergebnis dann ein bisschen enger, aber von der Klarheit und der Konsequenz mit der sie aufgetreten sind, war es trotzdem ein großer Unterschied.“ Dementsprechend sieht Polzin eine „große Herausforderung“ auf sein Team zukommen.

So will Polzin Hoffenheim knacken
Dabei fanden die nur hauchdünn an der Champions-League-Teilnahme vorbeigerauschten Kraichgauer noch nicht zur Form aus der Vorsaison. Sie verloren ebenfalls drei ihrer vier Begegnungen, zuletzt sogar bei Aufsteiger Paderborn (1:3). Im eigenen Stadion besaß das 66 Millionen Euro für größtenteils hochtalentierte Neuzugänge ausgebende Hoffenheim jedoch gegen Dortmund (2:3) über weite Strecken Vorteile und rang den VfB Stuttgart mit 2:1 nieder.
Polzin meinte daher, „dass es schwer wird, wenn das Spiel ganz normal läuft, wenn wir es nicht schaffen, ihren Rhythmus zu brechen, es nicht schaffen, unangenehm zu sein.“ Hoffenheim sei extrem variabel, habe sehr viel Offensivpower und gelinge es immer wieder die Zone vor dem Strafraum zu besetzen, aber auch Gefahr durch Überladen der Flügel auszustrahlen, was der HSV beim letzten Gastspiel bereits auf ganzer Linie zu spüren bekam.
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„Wir müssen das verhindern, müssen sehr, sehr klar sein und dann vielleicht auch ein Stück weit anders auftreten, als wir uns den optimalen HSV-Fußball vorstellen, um eine Chance zu haben“, betonte Polzin. Von seiner grundsätzlichen Idee wolle er allerdings nicht abweichen: „Wir haben eine klare Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, sowohl mit als auch gegen den Ball, die bleibt auch immer für alle verlässlich.“
Stattdessen gehe es darum, „dass auf den Platz zu bringen, was das Spiel erfordert“. Heißt in Bezug auf die für ihr sehr aggressives Pressing bekannte TSG: „Wenn du ihnen diese Bälle schenkst, um dann loszujagen, musst du andere Lösungen finden, als genau in diese Momente reinzuspielen. Der HSV könnte das hohe Anlaufen etwa mit langen Bällen überspielen, wofür es einen Zielspieler wie Yussuf Poulsen benötigt. Gegen Köln hinterließ er in dieser Funktion einen hervorragenden Eindruck. Ein ähnliches Level müssen der Angreifer und seine Mitspieler am Samstag erreichen. um auswärts erstmals Zählbares einzusammeln.

