Es ist gerade einmal ein paar Tage her, dass Mario Vušković nach seiner Dopingsperre das erste Mal wieder mit seinen Teamkollegen trainieren durfte. Eine Andeutung aus England macht einige Fans nun ein bisschen nervös: Es geht um die Zukunft des Innenverteidigers.
Dass Ex-HSV-Star Luka und sein lange gesperrter Bruder Mario Vušković eines Tages gerne mal zusammenspielen wollen, ist kein Geheimnis – und vermutlich auch ein Wunsch, den jeder gut nachvollziehen kann. Dass dieser Traum allerdings in Hamburg in Erfüllung geht, ist ziemlich unwahrscheinlich.
Luka Vušković wechselte im Sommer nach seiner Leihe zum HSV fest zum Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion. Nach nur wenigen Spieltagen ist klar: Auch in England mauserte sich der 19-jährige Shootingstar fix zum Stammspieler in der Innenverteidigung.
Seine ersten Schritte zurück in den Profifußball wird Mario Vušković aller Voraussicht nach beim HSV machen. Ab November dürfte er auch wieder in den Pflichtspielbetrieb einsteigen. Kreuzt sich der Weg der beiden Brüder trotzdem zukünftig in England?
Eine Aussage des deutschen Coaches bei Brighton, Fabian Hürzeler, lässt jetzt aufhorchen. In einem Interview mit Sky sprach er unter anderem über die Familie Vušković, die er bei den Verhandlungen über Lukas Wechsel kennengelernt hatte. Der Ex-St.-Pauli-Trainer habe sich lange mit deren Mutter unterhalten und direkt feststellen können, wie sportbegeistert die Familie sei. Die Eltern würden voll und ganz hinter ihren beiden Söhnen stehen. Luka seinerseits habe seinen Bruder während dessen Dopingsperre in dieser schweren Zeit unterstützt.

Trainingscomeback beim HSV begeisterte Hürzeler
Sein viel umjubeltes Trainingscomeback in der vergangenen Woche hat auch Hürzeler verfolgt: „Natürlich bekommt man auch mit, wie diese Euphorie in Hamburg entsteht, beim ersten Training mit 8000 Zuschauern“, sagte er im Interview mit Sky. Es sei etwas Besonderes und zeige auch, wie Fußball verbindet. Der Coach zeigte sich beeindruckt: „Wie Fußball Emotionen hervorruft und schafft, gewisse Bindungen herzustellen – deswegen verfolgt man diese Familie besonders.“
Es kam auch die Frage auf, ob Mario Vušković nicht auch eines Tages bei einem Premier-League-Klub spielen könnte, wenn seine Leistungen auf dem Platz wieder an das Niveau von vor der Sperre anknüpfen. Und ob das vielleicht sogar gemeinsam mit seinem Bruder bei Brighton passieren könnte.
Mario Vušković nach England? Hürzeler: „Es kann alles passieren“
Wenn die Zahlen stimmen, könne alles passieren, antwortete Hürzeler. Brighton habe ein sehr datenbasiertes Scouting. Jetzt liege es aber natürlich erst einmal an Mario, dass er wieder reinkommt und gut performt. Hürzeler selbst wünsche ihm das sehr: „Wir wünschen ihm einen Superstart nach einer wirklich langen Pause, die er machen musste. Ich habe gehört, dass er körperlich auf dem höchsten Niveau ist. Das spricht für ihn. Deshalb hoffe ich, dass er einen guten Start hat und dann schauen wir mal, was passiert.“
Aus Sicht des HSV bleibt das ebenfalls zu hoffen. Und sollte er wirklich ähnlich überragend performen wie sein Bruder, würden die HSV-Fans ihn vermutlich mit demselben wehmütigen, aber stolzen Gefühl verabschieden, wie das bei Luka der Fall gewesen ist.

