Auf diesen Moment haben viele HSV-Fans jahrelang gewartet. Am heutigen Dienstag kehrt Mario Vuskovic erstmals seit seiner Dopingsperre wieder ins Mannschaftstraining zurück.
Nach 1.404 Tagen ist der Kroate wieder Teil einer Teameinheit – ein besonderer Tag für den Verein, seine Anhänger und natürlich für den Verteidiger selbst. Um 15 Uhr wird Vuskovic im Volksparkstadion gemeinsam mit seinen Teamkollegen auf dem Platz stehen. Dass die öffentliche Einheit ins Stadion verlegt wurde, unterstreicht die Bedeutung des Ereignisses. Für Zuschauer ist die Nordtribüne geöffnet, es wird mit einem durchaus großen Andrang gerechnet.
Trotzdem will der HSV den Fokus bewusst nicht ausschließlich auf den 24-Jährigen richten. Zwar darf Vuskovic seit heute wieder mit der Mannschaft trainieren, seine vierjährige Sperre läuft jedoch noch bis zum 15. November. Entsprechend gelten weiterhin klare Auflagen. Weder Testspiele noch Marketingtermine kommen für ihn aktuell infrage. Auch Autogrammstunden und Medientermine fallen dementsprechend weg.

HSV-Verantwortliche mit großem Respekt vor Vuskovic
Trotzdem weiß Cheftrainer Merlin Polzin ganz genau, wie emotional dieser Tag für seinen Schützling ist. „Er macht einen sehr guten Eindruck und kann es kaum noch erwarten“, verriet der HSV-Coach zuletzt. Vuskovic werde „brennen“, weshalb man ihn in den kommenden Wochen „eher etwas bremsen“ müsse. Gleichzeitig betonte Polzin den „herausragenden“ Zusammenhalt innerhalb des Vereins und der Familie Vuskovic während der vergangenen Jahre.
Auch die neue HSV-Sportvorständin Kathleen Krüger zeigte sich beeindruckt vom Umgang des Abwehrmannes mit seiner schwierigen Situation. „Was ich mir immer wieder vor Augen geführt habe, ist die Leistung des Menschen Mario“, erklärte sie zuletzt in einem Interview mit der FAZ. Vuskovic habe über einen langen Zeitraum seinen Traum nicht leben können und trotzdem nie aufgegeben. Er habe „eine ungemeine Resilienz aufgebaut“ und sich trotz aller Rückschläge fit gehalten. Dafür habe sie „höchsten Respekt“.

