Die Sorgen beim HSV werden nicht kleiner. Nach dem Horrorstart mit null Punkten und 0:12 Toren droht vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen den 1. FC Köln der nächste Rückschlag.
Abwehrchef Sebastiaan Bornauw wird laut Bild-Informationen wohl auch am kommenden Samstag (15.30 Uhr) nicht zur Verfügung stehen. Der Innenverteidiger laboriert weiterhin an muskulären Problemen und dürfte damit auch gegen die Domstädter ausfallen.
Für Trainer Merlin Polzin ist das eine besonders bittere Nachricht. Schließlich offenbarte die HSV-Defensive zuletzt enorme Probleme. Sowohl beim 0:5 gegen Mainz als auch beim 0:5 in Leipzig leisteten sich die Hamburger individuelle Fehler und eklatante Abstimmungsprobleme. Das Ergebnis sind satte zwölf Gegentore – so viele wie noch nie zu diesem Zeitpunkt einer Spielzeit.
Ohne Bornauw bleiben Polzin in der Innenverteidigung nur wenige Optionen. In Leipzig setzte der Coach auf Jordan Torunarigha, Nicolás Capaldo und Nachwuchstalent Shafiq Nandja. Zudem kam Warmed Omari nach mehrwöchiger Verletzungspause zu seinem Comeback. Das Quartett enttäuschte jedoch durch die Bank weg.

HSV-Alternativen sind rar gesät
Zum Teil ist das verständlich: Besonders Omari dürfte nach seiner Schulterverletzung noch Zeit benötigen. Nandja absolvierte seine erste Bundesliga-Partie von Beginn an und musste reichlich Lehrgeld bezahlen. Die Formschwäche von Capaldo und Torunarigha fällt hingegen schon deutlich schwerer ins Gewicht.
Theoretisch könnte Polzin als Konsequenz auf eine kreative Lösung setzen und Kapitän Nicolai Remberg aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung zurückziehen. Bereits in der vergangenen Saison half der 26-Jährige dort aus. Auch Neuzugang Kofi Amoako wäre eine Alternative, allerdings fehlte der ehemalige Dresdner zuletzt krankheitsbedingt und wartet noch immer auf seine erste Pflichtspielminute im HSV-Trikot. Vieles spricht daher dafür, dass Polzin gegen Köln erneut auf das vorhandene Personal setzen wird.

