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Nur die Raute » Vorfreude auf Buhrufe: HSV-Frauen wollen Trendwende im Nordderby
FrauenHSV News

Vorfreude auf Buhrufe: HSV-Frauen wollen Trendwende im Nordderby

Yannick Lassmann
Yannick Lassmann
11. September 2026
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HSV-Frauen
Foto: IMAGO

Für die HSV-Frauen steht am heutigen Freitagabend einer der Saison-Höhepunkt. Sie gastieren beim Erzrivalen Werder Bremen.

Dabei wartet eine große Kulisse auf beide Mannschaften. Der SVW entschied sich nämlich dafür, das Nordderby im Weserstadion auszutragen. Bislang wurden rund 25.000 Eintrittskarten verkauft. Über 1.000 Fans werden sich im Gästeblock aufhalten. Die Mehrzahl steht jedoch hinter den Bremerinnen. Stürmerin Melanie Brunnthaler rechnet angesichts ihrer Erfahrungen aus dem Vorjahr mit einer hitzigen Atmosphäre (via Mopo): „Als wir das erste Mal in Bremen gespielt haben, wurden wir schon zur Platzbesichtigung mit Buhrufen empfangen. Da freue ich mich schon drauf.“

Damals unterlagen die HSV-Frauen nach zwei Elfmetern mit 0:2. Den jüngsten Test in Rotenburg – nicht einmal einen Monat zurückliegend – verloren sie sogar mit 1:5. „Wir spielen gegen eine gute Mannschaft. Sie sind schon länger in der Liga als wir“, betonte Trainer Rodolfo Cardoso. Die Bremerin fuhren bereits zwei Siege ein und mussten sich zuletzt in Wolfsburg (2:3) nur hauchdünn geschlagen geben.

Rodolfo Cardoso
Foto: IMAGO

Wie die HSV-Frauen Werder ärgern wollen

Dennoch gibt der als Spieler selber sechs Nordderbys bestreitende Cardoso eine offensive Marschroute vor: „Wir wollen dagegenhalten, wir wollen mitspielen.“ Davon war im letzten Ligaspiel gegen das sieglose Leipzig nur wenig zu sehen. Die HSV-Frauen liefen zumeist hinterher, nutzten aber ihre einzige klare Möglichkeit in Form eines Handelfmeters. Darüber hinaus bestand Verlass auf Torhüterin Kinga Szemik, die mit mehreren starken Paraden das 1:1 rettete.

Insgesamt stehen jedoch lediglich zwei magere Punkte auf dem Konto. Eine wenig zufriedenstellende Ausbeute, da bislang ausschließlich Gegnerinnen gegenüberstanden, die eher der unteren Tabellenhälfte zuzuordnen sind. Werder nahm dagegen unter der auch als ZDF-Expertin bekannten Trainerin Fritzy Kromp eine starke Entwicklung und ist rational betrachtet der klare Favorit.

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In Derbys spielen jedoch nicht ausschließlich sportliche Komponenten eine Rolle. So werden die HSV-Frauen versuchen, auch durch körperlich robustes Auftreten Eindruck zu hinterlassen. „Es macht auch etwas mit den Gegnerinnen, wenn sie merken: Wow, die hauen sich ja richtig rein“, so Brunnthaler.

In eine ähnliche Richtung äußerte sich Cardoso: „Manchmal geht ein Derby auch über die Grenzen. Dann müssen wir als Team da sein.“ Denn letztlich haben die HSV-Frauen ein großes Ziel, das Brunnthaler verdeutlichte: „Es geht eben auch darum, wer die Nummer eins im Norden ist – und das wollen definitiv wir sein.“

Foto: IMAGO

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THEMEN IN DIESEM ARTIKELHSV-FrauenMelanie BrunnthalerRodolfo CardosoSVWWerder Bremen
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