Was lange als kühner Wunschtraum einiger Fans galt, wurde tatsächlich Realität: Fabio Vieira wechselte kurz vor Ende der Transferperiode dauerhaft zum HSV.
Neun Millionen Euro ließ sich der HSV die feste Verpflichtung des 26-Jährigen kosten. In der Vorsaison war Vieira bereits auf Leihbasis in Hamburg aktiv und hatte mit sieben Toren und fünf Vorlagen entscheidenden Anteil am Klassenerhalt. Entsprechend groß war der Wunsch der Rothosen, den Spielmacher dauerhaft an den Verein zu binden. Einfach gestaltete sich dieses Vorhaben allerdings nicht.
Wie die Sport Bild nun berichtet, setzte Costa vor allem auf den persönlichen Kontakt zu Vieira. Im Mittelpunkt stand ein eigens zusammengestelltes Video, das dem Portugiesen noch einmal vor Augen führen sollte, was ihn in der Hansestadt erwartet. Zu sehen waren unter anderem Eindrücke aus dem Volksparkstadion, der Stadt und dem Umfeld des Vereins.

Die Botschaft dahinter war eindeutig: Vieira sollte seine Rückkehr nicht lediglich als nächsten Karriereschritt betrachten, sondern als Heimkehr. „Es soll ein Wechsel nach Hause sein, in sein zweites Wohnzimmer“, lautete offenbar das Motto der HSV-Verantwortlichen.
HSV-Geduld zahlte sich aus
Costa soll Vieira zudem klargemacht haben, dass der HSV die Rückkehr des Spielmachers um wirklich jeden Preis wollte. Der Linksfuß wiederum habe versprochen, „zu 100 Prozent und aus voller Überzeugung“ in den Volkspark zurückzukehren. Dieses Commitment beider Parteien bildete eine wichtige Grundlage für den Deal, der letztlich am Deadline Day vollzogen wurde.
Die HSV-Rechnung ging also auf: Vieira unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis 2030 und soll im Team von Merlin Polzin zum klaren Fixpunkt werden. Daran ändert selbstredend auch das jüngste 0:5-Debakel gegen Mainz nichts. Schon am kommenden Wochenende (Sonntag, 15.30 Uhr) dürfte der Regisseur beim schweren Auswärtsspiel gegen RB Leipzig erstmals in der Startelf stehen.

