Für Yussuf Poulsen könnte der Sonntag ein ganz besonderer werden. Der HSV-Däne steht vor seinem 250. Bundesliga-Einsatz und trifft dabei ausgerechnet auf einen seiner Lieblingsgegner.
Sein Jubiläum wird Poulsen aller Voraussicht nach jedoch in der Rolle des Jokers feiern müssen. Zwar präsentiert sich der 32-Jährige nach einer verletzungsgeplagten Vorsaison in deutlich besserer Verfassung, im Kampf um die Sturmspitze hat sich zuletzt aber ein anderer Zweikampf in den Vordergrund geschoben.
Vor dem Mainz-Spiel liefern sich vor allem die beiden Neuzugänge Patson Daka und Terem Moffi ein spannendes Duell um einen Startelf-Platz. Wer letztlich den Vorzug erhält, ließ HSV-Trainer Merlin Polzin auf der Pressekonferenz am Freitag bewusst offen. „Oder für beide“, antwortete der Coach lachend auf die Frage, was jeweils für den einen oder den anderen Angreifer spreche.
Polzin bringt HSV-Doppelspitze ins Spiel
Polzin sieht für beide Goalgetter überzeugende Argumente. „Patson ist einen Tick länger bei uns, hat den einen oder anderen Tag mehr, um zu wissen, was für unser Spiel wichtig ist“, erklärte der Trainer. Moffi wiederum habe bei seinem Kurzeinsatz gegen Borussia Dortmund (0:2) sofort gezeigt, „dass er eine Präsenz hat, die unserem Spiel hilft und dem Gegner Probleme macht“.

Festlegen wollte sich Polzin dennoch nicht. „Es ist eine Frage, die noch nicht abgeschlossen ist“, sagte er und verwies auf das Abschlusstraining am Samstag. Sicher sei lediglich: „Sie werden am Sonntag definitiv weiterhelfen – vielleicht ja auch zusammen.“
Für Poulsen dürfte damit erneut nur die Bank bleiben. Und trotzdem könnte der 32-Jährige zum entscheidenden Faktor werden. Seine Bilanz gegen Mainz macht jedenfalls Hoffnung: In 16 Bundesliga-Spielen gegen die Rheinhessen sammelte er fünf Tore und fünf Vorlagen. Gegen keinen anderen Verein war der Angreifer in seiner Karriere an mehr Treffern beteiligt.

