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Nur die Raute » „Das haben wir gemacht“: So gewann der HSV in Verl die Oberhand
HSV News

„Das haben wir gemacht“: So gewann der HSV in Verl die Oberhand

Philipp Overhoff
Philipp Overhoff
25. August 2026
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Sebastiaan Bornauw
Foto: IMAGO

Der HSV ist mit einem 3:0-Erfolg beim SC Verl in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Das Ergebnis fiel am Ende deutlich aus, verdeckte jedoch, dass die Rothosen lange Zeit große Probleme mit dem Drittligisten hatten.

Vor allem in der ersten Halbzeit tat sich der Bundesligist schwer. Verl trat mutig auf, setzte den HSV früh unter Druck und war über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Erst kurz vor der Pause sorgte Albert Grønbaek mit dem ersten Hamburger Torschuss für die Führung. Nach dem Seitenwechsel entschieden Grønbaek und Top-Talent Louis Lemke die Partie dann binnen weniger Minuten.

Überrascht vom Spielverlauf war HSV-Trainer Merlin Polzin allerdings nicht. „Ich wusste, dass es für uns eine Herausforderung wird. Das hat man auch gerade zu Spielbeginn gemerkt“, sagte der 35-Jährige nach der Partie. Der Coach hatte seine Mannschaft auf einen spielstarken und aggressiv pressenden Gegner vorbereitet.

Dass der HSV in der Anfangsphase immer wieder auf lange Bälle setzte, war dabei durchaus Teil des Plans. Polzin erklärte, dass Verl sehr aggressiv Mann gegen Mann verteidige und seine Mannschaft diese Situationen bewusst überspielen wollte. „Es wäre fahrlässig gewesen, zu glauben, dass wir als Erstligist hier alles spielerisch lösen müssen“, betonte der Trainer.

HSV setzte auf Leistungssteigerung nach der Pause

Allerdings funktionierte die Umsetzung zunächst nur bedingt. Die Norddeutschen verloren viele Bälle und fanden kaum Zugriff auf die Partie. Auch Sebastiaan Bornauw räumte ein, dass die Idee zwar nachvollziehbar gewesen sei, die Ausführung jedoch nicht gestimmt habe. „Das ist eine einfache Lösung, wenn der Gegner im Anlaufen aggressiv Mann gegen Mann spielt. Allerdings müssen die Pässe und die Laufwege besser sein“, erklärte der Innenverteidiger. Speziell die Tiefenläufe von Nicolas Capaldo hätten eigentlich häufiger genutzt werden sollen. „Die Pässe sind nicht so gekommen, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte Polzin.

Die entscheidenden Anpassungen erfolgten schließlich in der Halbzeitpause. Dabei hob der HSV-Coach insbesondere die Arbeit seines Trainerteams hervor. „Loic hat eine überragende Halbzeit geliefert mit klaren Hinweisen, was wir verbessern müssen. Das haben die Jungs super umgesetzt“, sagte Polzin über seinen engen Mitarbeiter und Co-Trainer Loic Favé.

Loic Fave
Foto: IMAGO

Tatsächlich präsentierte sich der HSV nach dem Seitenwechsel deutlich verbessert. Die Hanseaten kamen mit mehr Intensität aus der Kabine und sorgten durch Grønbaek zweiten Treffer sowie Lemkes erstes Profitor früh für klare Verhältnisse. Anschließend kontrollierte der Favorit die Begegnung weitgehend souverän und ließ kaum noch etwas anbrennen.

Auch Bornauw sah den Schlüssel zum Erfolg in der Leistungssteigerung nach der Pause. „Es war klar, dass Verl die Intensität der ersten Hälfte nicht ewig halten kann. Der Trainer hat gesagt, dass wir mit viel Energie aus der Pause kommen sollen. Das haben wir gemacht“, sagte der Belgier.

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