Schwacher Start, deutlicher Sieg: Trotz eines komplizierten Beginns hat sich der HSV in der ersten Runde des DFB-Pokals deutlich mit 3:0 gegen den SC Verl durchgesetzt.
Und trotzdem: In der Anfangsphase sahen die Zuschauer in der Sportclub Arena ein völlig offenes Spiel. Von einem Zwei-Klassenunterschied war zunächst nur wenig zu sehen.
Ganz im Gegenteil: Verl lief den Bundesligisten durchaus mutig an und setzte seinerseits immer wieder Akzente im eigenen Ballbesitz. Folgerichtig stand nach rund 30 Minuten ein Torschussverhältnis von 6:0 zu Buche. Den ersten HSV-Abschluss verzeichnete Albert Grønbaek, dessen Versuch aus rund 18 Metern jedoch zu hoch geriet (31.).
Fortan bekam der HSV die Begegnung allmählich besser in den Griff. Aus spitzem Winkel bot sich Neuzugang Martin Adeline die erste Top-Chance der Rothosen (39.). Kurz darauf machte es Grønbaek besser: Nach einem hohen Ballgewinn wurde der Däne von Patson Daka bedient und traf per abgefälschtem Rechtsschuss zum 1:0 (40.). Mit diesem insgesamt etwas schmeichelhaften Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.

Schneller Doppelschlag führt HSV auf die Siegerstraße
Nach dem Wiederanpfiff machte der HSV dann kurzen Prozess. Zunächst war es erneut Grønbaek, der auf Vorlage von Youngster Louis Lemke für klare Verhältnisse sorgte (46.). Nur vier Minuten später markierte Lemke mit seinem ersten Profitor höchstpersönlich die Vorentscheidung (50.). Adeline und Kapitän Nicolai Remberg hatten den Ball zuvor gemeinschaftlich zurückerobert.
Dieser Doppelschlag gab den Hanseaten spürbar Sicherheit. Der Favorit schaltete mehr und mehr in den Verwaltungsmodus, ließ allerdings kaum Torchancen zu und gewann durch längere Ballbesitzphasen zunehmend die Kontrolle.
So verkam die Schlussphase zu einem reinen Schaulaufen. Verl fehlten nach starkem Beginn letztlich die Mittel, um den HSV ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dieser darf sich nach einer schwachen ersten halben Stunde und anschließender Leistungssteigerung über den souveränen Einzug in die zweite Pokalrunde freuen.
SC Verl – Hamburger SV 0:3 (0:1)
Verl: Schlieck, Berner (62. Lehmann), Vogler, Seidel (69. Araoye), Kijewski, Waidner, Eze (61. Otto), Yalcinkaya (62. Foti), Clausen, Leipold, Heike
HSV: Tangvik, Jatta, Capaldo (75.), Bornauw, Nandja, Lemke (75.), Remberg, Lokonga (60. Nadir), Grønbaek (60. Stange), Adeline (88. Bissi-Mouelle), Daka
Tore: 0:1 Grønbaek (40.), 0:2 Grønbaek (46.), 0:3 Lemke (50.)

