Der HSV darf sich wohl über einen äußerst lukrativen Verkauf freuen: Fabio Baldé steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Racing Straßburg.
Wie die Bild und das Hamburger Abendblatt übereinstimmend berichten, bringt der Abschied des 21-Jährigen den Hamburgern eine Ablöse von gut sieben Millionen Euro inklusive möglicher Bonuszahlungen ein. Demnach machte sich der Flügelspieler am Mittwochnachmittag bereits auf den Weg nach Frankreich.
Trotz Baldés unbestrittenem Potenzial gelingt dem HSV mit diesem Deal ein bemerkenswertes Geschäft. Das Eigengewächs, das seit 2020 beim HSV unter Vertrag steht, konnte sich bei den Profis bislang nicht nachhaltig durchsetzen. In der vergangenen Bundesliga-Saison kam Baldé lediglich auf 440 Einsatzminuten. Dabei gelangen ihm ein Tor und eine Vorlage.
Sein Talent war dennoch stets unbestritten. Seine Physis, sein enormes Tempo und seine Vielseitigkeit gelten als große Waffen. Unter anderem deshalb stattete der HSV den gebürtigen Wilhelmsburger bereits 2024 mit einem langfristigen Vertrag bis 2029 aus. Immer wieder wurde Baldé jedoch von kleineren Verletzungen und Beschwerden ausgebremst. Auch in der laufenden Vorbereitung kam er aufgrund einer Knie-Reizung in den vier Testspielen nicht zum Einsatz.

HSV erhält neuen Spielraum auf dem Transfermarkt
Für positive Schlagzeilen sorgte der Youngster vor wenigen Wochen immerhin im Trikot Portugals. Beim Maurice-Revello-Turnier in Toulon überzeugte Baldé in den Reihen der U20-Auswahl und steuerte in vier Partien zwei Treffer zum Turniersieg bei. Zuvor war er im Nachwuchsbereich sowohl für Portugal als auch für den DFB aufgelaufen.
Dass sich seine Zeit im Volkspark dem Ende nähert, hatte sich in den letzten Tagen bereits angedeutet. Baldé löschte auf Instagram nahezu sämtliche Beiträge mit HSV-Bezug. Nun folgt tatsächlich der Abschied. Und der könnte für Sportdirektor Claus Costa noch wichtig werden: Die Einnahmen aus dem Baldé-Deal verschaffen dem HSV im Transfer-Endspurt zusätzlichen finanziellen Spielraum.
So wollen die Hanseaten in den kommenden knapp drei Wochen einen Abwehrboss, einen rechten Schienenspieler sowie einen weiteren Stürmer unter Vertrag nehmen. Der große Traum des gesamten HSV-Umfeldes ist es zudem, Leihspieler Fabio Vieira dauerhaft zu verpflichten. Für dieses ehrgeizige Unterfangen kann der Klub die Baldé-Millionen gut gebrauchen.

