Der HSV will in Zukunft ganz bewusst noch stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen. Die Perspektiven dafür sind rosig, gleich mehrere Eigengewächse drängen in die Mannschaft.
Dazu gehören auch Otto Stange und Shafiq Nandja. Insbesondere Stange gilt längst als das Gesicht einer neuen HSV-Generation. Der Stürmer mischt bereits seit anderthalb Jahren im Profibereich mit und genießt bei den Fans im Volksparkstadion ein extrem hohes Standing.
Nandja dagegen feierte erst zum Ende der Vorsaison sein Debüt. Gegen den SC Freiburg (3:2) und Bayer Leverkusen (1:1) kam er jeweils als Joker zum Einsatz. In der laufenden Vorbereitung gehört der Innenverteidiger jedoch zu den positiven Überraschungen und empfiehlt sich nachhaltig für weitere Einsätze. Mit nur 19 Jahren ist Nandja physisch sehr weit, beeindruckt darüber hinaus mit einer enormen Ruhe im Spielaufbau.

Stange und Nandja nennen ihre HSV-Mentoren
Dass Stange und er den Weg zu einer festen Größe bei den Profis nun gemeinsam gehen, ist kein Zufall. Schon in der Jugend kreuzten sich ihre Wege immer wieder. „Ab der U15 haben wir dann zusammen beim HSV gespielt“, erinnert sich Stange im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. Der bisherige Höhepunkt folgte im Mai, als beide erstmals gemeinsam in der Bundesliga auf dem Platz standen. Nandja beschreibt den Moment emotional: „Nach dem Freiburg-Spiel bin ich danach zu Otto gegangen und habe gesagt: Wir haben es geschafft, von der Schulklasse bis hierher.“
Sportlich verfolgen beide nun dasselbe Ziel: möglichst viele Einsatzminuten auf dem allerhöchsten Niveau zu sammeln. Dabei befinden sich die Youngster auf einem guten Weg. Im jüngsten Test gegen den OSC Lille (2:2) erhielten sie erneut jede Menge Spielzeit. Stange traf per Strafstoß sogar zum zwischenzeitlichen 2:1.
Unterstützung bekommen die Talente dabei von erfahrenen Profis. Während Stange von Gesprächen mit seinen Sturmpartnern Patson Daka und Yussuf Poulsen profitiert, holt sich Nandja regelmäßig Tipps von Jordan Torunarigha. „Er war auch ein junger Innenverteidiger, als er bei Hertha hochgekommen ist. Wir reden viel über die Basics. Er kann mir viele Tipps geben“, erklärt der Teenager. Stand jetzt scheinen die meisten dieser Tipps zu fruchten.

