Das ist mal ein Ausrufezeichen gleich zu Beginn ihrer Amtszeit: Kathleen Krüger hat auf ihrer Vorstellungspressekonferenz die Vertragsverlängerung von Lotta Wrede bekannt gegeben!
Das 18 Jahre alte Offensivtalent bleibt den HSV-Frauen damit erhalten und wird auch in der kommenden Saison in der Bundesliga auflaufen. Dabei war Wrede in den vergangenen Wochen intensiv mit einem Wechsel zum FC Barcelona in Verbindung gebracht worden. Ein öffentlich dokumentierter Besuch auf dem Trainingsgelände der Katalaninnen und ihr auslaufendes Arbeitspapier heizten die Spekulationen zusätzlich an.
Auf Nachfrage stellte Krüger nun jedoch klar, dass es keine Vereinbarung mit dem spanischen Spitzenklub hinsichtlich eines zukünftigen Transfers gebe. „Es gibt keine Absprachen, Lotta hat um ein Jahr verlängert“, erklärte die neue Sportvorständin.
Für den HSV ist diese Verlängerung ein wichtiger Erfolg. Wrede gehörte in ihrer ersten Bundesliga-Saison trotz ihres jungen Alters bereits zu den Leistungsträgerinnen und spielte sich mit starken Auftritten in den Fokus zahlreicher Top-Klubs. Erst eine Fußverletzung, die sie sich im April während einer Länderspielreise mit der deutschen U19-Nationalmannschaft zuzog, stoppte ihren Aufschwung.

Wrede: „Habe optimale Bedingungen beim HSV“
„Lotta hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welchen außergewöhnlichen Wert sie trotz ihres jungen Alters bereits für unser Offensivspiel besitzt“, erklärte Christoph Rohmer, Direktor NLZ & Sportstrategie beim HSV. Mit ihrer Spielweise habe sie „national wie international“ auf sich aufmerksam gemacht und zähle zu den spannendsten Talenten ihres Jahrgangs. Dass sich die Gewinnerin der Fritz-Walter-Medaille bewusst für einen Verbleib in Hamburg entschieden habe, sei ein starkes Signal für den eingeschlagenen Weg des Vereins.
Auch Wrede selbst sieht ihre Zukunft für den Moment eindeutig bei den Rothosen. „Ich bin überzeugt, dass ich beim HSV optimale Bedingungen habe, um mich als Mensch und als Spielerin weiterzuentwickeln“, sagte die Offensivspielerin. Derzeit liege ihr Fokus zwar vollständig auf der Reha, langfristig blickt sie aber bereits nach vorne: Nach ihrer ersten Bundesliga-Saison könne sie es kaum erwarten, wieder auf dem Platz zu stehen und an die vergangenen Monate anzuknüpfen.

