Fabio Baldé gewann mit der portugiesischen U20-Nationalmannschaft das renommierte Nachwuchsturnier in Toulon und überzeugte dabei vor den Augen zahlreicher europäischer Vereine.
Deren Scouts verfolgten angesichts der Dichte von Talenten logischerweise das Geschehen an der südfranzöischen Mittelmeerküste. Nach Bild-Informationen soll die PSV Eindhoven das Hamburger Eigengewächs intensiv beobachtet haben. Trainer Peter Bosz solle besonders von der Geschwindigkeit sehr angetan sein. Doch nicht nur beim niederländischen Meister steht Baldé auf dem Zettel. Auch zwei Serie-A-Vertreter würden sich genauer mit ihm beschäftigen.
Dem im Turnierverlauf zwei Treffer beisteuernden Flügelspieler scheinen in der kommenden Transferperiode viele Türen offen zu stehen. Seitdem er vom deutschen zum portugiesischen Verband wechselte, wird sein Name auch mit den dortigen Topclubs in Verbindung gebracht. Demnach sollen der FC Porto, Sporting und Benfica sich – wie sie es wohl bei sämtlichen einheimischen Junioren-Nationalspielern machen -mit ihm auseinandersetzen.

HSV: Baldé-Verkauf könnte frisches Geld für Neuzugänge bringen
Beim HSV könnte daher in den kommenden Wochen das ein oder andere Angebot eingehen. Anders als noch vor einem Jahr, als der FC Burnley um den auch auf der linken Seite einsetzbaren Rechtsfuß warb, wird er wohl nicht zwingend ein Veto einlegen. Darüber hinaus scheint der Spieler selbst ebenfalls an einem Wechsel interessiert. So beauftragte seine Seite gleich mehrere Agenturen, um am Markt präsenter zu sein.
Die Handlung galt auch als Reaktion auf eine durchwachsen verlaufene Saison, in der es Baldé nur bedingt schaffte, sich in der Bundesliga zu etablieren. Insgesamt brachte er es auf 16 Einsätze, in denen er lediglich zwei Scorerpunkte verbuchte. Ein Stammplatz lag in weiter Ferne und wird auch in der kommenden Saison nicht leicht zu erreichen sein, weshalb beide Seiten trotz eines bis 2029 laufenden Arbeitspapiers einer Trennung offen gegenüberstehen könnten.
Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans
Die Hanseaten benötigen nämlich Transfereinnahmen, um den Umbruch weiter gestalten zu können. Baldé solle mindestens sechs bis sieben Millionen Euro einbringen. Bislang floss lediglich für den Verkauf von Lukasz Poreba nach Elversberg frisches Geld in die Kassen. Dafür investierte der HSV schon in Kofi Amoako (1,9 Millionen Euro) sowie die feste Verpflichtung von Albert Grønbaek (4,7 Millionen Euro) und muss auf mehreren Positionen zwingend nachlegen, um auch im zweiten Bundesliga-Jahr nach dem Aufstieg vollständig konkurrenzfähig zu sein.
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