Die Aufregung unter den HSV-Fans war groß, als am Freitag Berichte über ein angebliches Millionen-Angebot für Fabio Vieira die Runde machten.
Der Website FussballTransfers zufolge soll Nottingham Forest bereit sein, tief in die Tasche zu greifen, um den portugiesischen Spielmacher vom FC Arsenal zu verpflichten. Für viele Anhänger der Rothosen klang das wie ein schwerer Rückschlag im Werben um ihren Wunschspieler.
Doch hinter den Schlagzeilen steckt offenbar deutlich weniger Substanz als zunächst vermutet. Nach übereinstimmenden Informationen von Hamburger Abendblatt und Sky gibt es derzeit keine konkreten Gespräche zwischen Nottingham, Arsenal und Vieira. Das viel diskutierte Gerücht scheint also keine unmittelbare Gefahr für die HSV-Pläne darzustellen.
Vielmehr schielt der 25-Jährige weiter voll und ganz auf den HSV. Nach seiner erfolgreichen Leihsaison soll Vieira nach wie vor großes Interesse an einem dauerhaften Verbleib in der Hansestadt haben. Der Mittelfeldspieler wartet demnach auf ein konkretes Signal des HSV und möchte möglichst früh Klarheit über seine Zukunft erhalten.

HSV feilscht noch um die Ablösesumme
Das eigentliche Hindernis bleibt die Finanzierung. Arsenal ist grundsätzlich bereit, den Linksfuß abzugeben, verlangt jedoch eine Ablösesumme, die die aktuellen Möglichkeiten der Norddeutschen übersteigt. Während die Londoner auf ein lukratives Angebot aus England hoffen, versucht der HSV weiterhin, den Betrag in einen einstelligen Millionenbereich zu drücken.
Denn Sportdirektor Claus Costa benötigt ausreichend Budget, um weitere Kader-Baustellen schließen zu können. Neben zwei bis drei neuen Stürmern werden auch Verstärkungen für die Schienenpositionen gesucht. Entsprechend sorgfältig müssen die finanziellen Mittel eingesetzt werden.
Trotzdem lebt die Hoffnung auf eine Vieira-Rückkehr. Solange kein anderer Verein ernst macht und der Spieler selbst auf den HSV setzt, bleibt der Transfer eine realistische Option. Das angebliche Nottingham-Angebot dürfte daher eher als Transfergerücht denn als echte Bedrohung für die Hamburger Pläne einzustufen sein.

