Zwei HSV-Profis liefen in der vergangenen Saison leihweise für die SV 07 Elversberg auf und feierten den Aufstieg. Doch ihre Situationen unterscheiden sich.
Bei Lukasz Poreba hat die Spielvereinigung Nägel mit Köpfen gemacht. Am Samstag zog der Bundesliga-Neuling die vereinbarte Kaufoption für den Polen und überwies dem HSV rund 1,6 Millionen Euro. Für die Rothosen ein lukratives Geschäft, wurde Poreba doch einst für lediglich 300.000 Euro vom RC Lens verpflichtet. Vor allem aber spiegelt die Entscheidung die starke Entwicklung des Mittelfeldspielers wider, der in der abgelaufenen Spielzeit zu den Leistungsträgern der Saarländer gehörte.
Etwas anders gestaltet sich die Lage bei Immanuel Pherai. Der Offensivspieler ging in der Rückrunde ebenfalls leihweise für Elversberg auf Torejagd und galt lange als aussichtsreicher Kandidat für einen festen Wechsel. In den letzten Wochen waren alle Beteiligten davon ausgegangen, dass die „Elv“ ihre Kaufoption ziehen würde. Doch wie das Hamburger Abendblatt berichtet, zögert der Klub inzwischen.

Pherai hat beim HSV keine Zukunft mehr
Dabei verlief Pherais Halbserie in Elversberg durchaus ordentlich. In der Rückrunde absolvierte der Spielmacher 13 Partien, stand elfmal in der Startelf und sammelte zwei Tore sowie zwei Vorlagen. Damit leistete er seinen Beitrag zum sensationellen Aufstieg der Elversberger.
Die Zahlen zeigen jedoch auch, warum die Verantwortlichen offenbar noch einmal ins Grübeln geraten sind. Pherai präsentierte sich solide, konnte aber keinen derart nachhaltigen Eindruck hinterlassen, dass für Elversberg praktisch kein Weg an einer festen Verpflichtung vorbeigeführt hätte. Im Gegensatz zu Poreba, der sich als unumstrittener Stammspieler etablierte, hinterließ der Surinamer zwar positive, aber keine herausragenden Spuren.
Für den HSV könnte das zum Problem werden. Sollte Elversberg die Kaufoption verstreichen lassen, müsste sich Pherai nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Eine sportliche Perspektive in der Hansestadt besitzt der 25-Jährige jedenfalls nicht.

