Für Nicolas Capaldo liegen Freude und Enttäuschung in diesen Tagen dicht beieinander. Nachdem der HSV-Profi lange auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft hoffen durfte, herrscht inzwischen Klarheit. Der 27-Jährige hat den Sprung in Argentiniens endgültigen WM-Kader verpasst.
Capaldo war Teil des 55-köpfigen vorläufigen Aufgebots des Titelverteidigers und galt bei Beobachtern durchaus als Kandidat für einen Platz im finalen Kader. Erst recht, weil es für den HSV-Profi sportlich zuletzt kaum hätte besser laufen können. ESPN-Journalist Diego Monroig attestierte dem Defensiv-Allrounder sogar „konkrete Chancen“ auf ein Ticket für die USA.
Am Mittwoch folgte die nächste positive Nachricht: Capaldos Marktwert wurde auf acht Millionen Euro angehoben. Einen Tag später nominierte Nationaltrainer Lionel Scaloni den Hamburger zudem für die beiden anstehenden Testspiele gegen Honduras und Israel. Die Partien finden am 7. und 10. Juni in Miami und Dallas statt und sind die letzten Länderspiele Argentiniens vor dem WM-Start. Insgesamt berief Scaloni dafür 35 Profis, um auf mögliche Verletzungsausfälle reagieren zu können.

HSV-Star Capaldo als Nachrücker zur WM?
Am späten Donnerstagabend folgte dann allerdings der Dämpfer für den HSV-Star: In Argentiniens endgültigem 26-Mann-Aufgebot für die Endrunde in Nord- und Mittelamerika fehlt Capaldos Name. Der Traum von einer WM-Teilnahme ist damit vorerst geplatzt.
Ganz vorbei ist das Kapitel Nationalmannschaft aber keineswegs. Capaldo bleibt Teil des Kaders für die bevorstehenden Länderspiele und reist mit der Albiceleste in die USA. Dort könnte er sogar sein Debüt im Trikot des Weltmeisters feiern. Und wer weiß: Vielleicht profitiert der Vize-Kapitän der Rothosen von möglichen Ausfällen seiner Teamkollegen und springt als Nachrücker auf den WM-Zug auf.
So oder so ist die Nominierung für die Testspiele ein deutliches Signal: Capaldo steht bei Nationalcoach Scaloni längst auf dem Zettel. Darauf lässt sich spätestens in der kommenden HSV-Saison aufbauen.

