Mit Blick auf den anstehenden Transfersommer gilt Fabio Baldé beim HSV als einer der heißesten Abgangskandidaten. Der Youngster besitzt einen Markt und könnte dem Klub trotz einer kleinen sportlichen Rolle Millionen-Einnahmen bescheren.
Insgesamt 16 Mal stand Baldé in der abgelaufenen Saison auf dem Platz, nur dreimal durfte er von Beginn an ran. „Das ist zu wenig für meine Ansprüche“, machte der 20-Jährige nach dem 3:2-Sieg über den SC Freiburg am 33. Spieltag deutlich. Nur wenige Minuten zuvor hatte er mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für das zwischenzeitliche 3:1 gesorgt und anschließend sichtlich bewegt vor der Nordtribüne gejubelt.
Doch solche Momente waren Baldé in den letzten Monaten kaum vergönnt. Das Eigengewächs belegte in der Hamburger Flügel Hierarchie nur einen der hintersten Plätze. Schon im Winter stand daher ein Wechsel im Raum. Laut Bild-Informationen soll der belgische Top-Klub RSC Anderlecht satte fünf Millionen Euro geboten haben. Der HSV aber lehnte ab und hoffte auf weitere Entwicklungssprünge des Youngsters. Diese blieben allerdings weitgehend aus.

HSV schielt auf „außergewöhnliches Angebot“
Eine Trennung in diesem Sommer schien folglich das wahrscheinlichste Szenario zu sein. Zumal Baldé aufgrund seines jungen Alters und des fraglos vorhandenen Potenzials prädestiniert dafür wäre, dem HSV eine üppige Transfersumme einzuspielen, welche der Klub wiederum in Neuzugänge stecken könnte. So heißt es immer wieder, dass der Flügelspieler vor allem in Portugal einen Markt habe. Immerhin geht er für die U20-Nationalmannschaft der Iberer auf Torejagd.
Doch sehen die Rothosen-Pläne für das Top-Talent eigentlich völlig anders aus? Sky-Journalist Florian Plettenberg berichtete am späten Mittwochabend, dass Baldé „grundsätzlich nicht zum Verkauf“ stehe. Das ändere sich nur, sofern „ein außergewöhnliches Angebot“ im Volkspark eintreffe. Das sei aktuell jedoch nicht der Fall. Offen also, ab welcher Summe der HSV tatsächlich gesprächsbereit wäre und ob potenzielle Interessenten diese überhaupt bezahlen würden.

