Der Abstieg des VfL Wolfsburg sorgt deutschlandweit für hämische Freude bei zahlreichen Fans. Dem HSV kommt der Ausgang der Relegation ebenfalls gelegen.
Während der SC Paderborn nach dem 2:1-Erfolg im Rückspiel über den Bundesliga-Aufstieg jubelte, profitieren auch die Hamburger ganz konkret von der neuen Ligazusammensetzung: in Form zusätzlicher TV-Gelder.
Weil Wolfsburg den Gang in die 2. Bundesliga antreten muss und stattdessen mit Paderborn ein weiterer Aufsteiger dazukommt, verbessert sich die Position des HSV in der Verteilung der nationalen Medienerlöse spürbar. Einer Abendblatt-Berechnung zufolge dürfen die Rothosen mit rund 1,5 Millionen Euro Mehreinnahmen rechnen.
Der Grund: In der sogenannten TV-Geld-Tabelle zieht der HSV an gleich drei Absteigern vorbei. Das sind neben Wolfsburg auch der FC St. Pauli und der 1. FC Heidenheim. In der Vorsaison bildete der Bundesliga-Rückkehrer noch das Schlusslicht des Rankings und erhielt nur 31,4 Millionen Euro. Durch die neue Konstellation verbessert sich die Ausgangslage spürbar.

HSV freut sich über Mehreinnahmen
Eine bittere Fußnote: Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen! Durch das 1:1 gegen Bayer Leverkusen am 34. Spieltag rutschte der HSV in der Abschlusstabelle auf Rang 13 ab, da die Konkurrenz aus Mönchengladbach und Berlin zeitgleich gewann. Mit Platz zwölf hätte der Klub zusätzliche 800.000 Euro einstreichen können.
Trotzdem dürfte die zusätzliche Finanzspritze an der Elbe gern gesehen sein. Denn der anstehende Sommer verspricht reichlich Bewegung. Sportdirektor Claus Costa steht vor einem anspruchsvollen Transferfenster und muss voraussichtlich eine hohe einstellige Zahl an Neuzugängen verpflichten. Bei den Leihgaben Fabio Vieira und Albert Grønbaek hofft der HSV hingegen auf einen Verbleib. Da die Umsetzung dieses Vorsatzes ein alles andere als kostengünstiges Unterfangen ist, kommen die zusätzlichen TV-Einnahmen zur rechten Zeit.

