Erst am Montag erhielt Nicolas Capaldo eine der schönsten Nachrichten seiner bisherigen Karriere: Der HSV-Star steht im vorläufigen WM-Kader von Argentinien!
Nationaltrainer Lionel Scaloni berief Capaldo in das insgesamt 55-köpfige Aufgebot, das bis zum 1. Juni auf maximal 26 Spieler reduziert wird. Um es tatsächlich in die endgültige Auswahl des Titelverteidigers zu schaffen, muss Capaldo also eine Vielzahl an Akteuren hinter sich lassen.
Der 27-Jährige, der bislang lediglich neun U23-Partien für sein Heimatland bestritt, ist als Verteidiger nominiert. Auf dieser Position kämpft er unter anderem mit Top-Stars wie Cristian Romero (Tottenham Hotspur), Nicolas Otamendi (SL Benfica) und Lisandro Martinez (Manchester United) um ein Ticket.
Alternativ kann Capaldo aber auch im Mittelfeld-Zentrum zum Einsatz kommen. Dort ist die Konkurrenz in Person von Alexis MacAllister (FC Liverpool) oder Enzo Fernandes (FC Chelsea) allerdings nicht weniger hochkarätig. Eine Berufung ist dementsprechend unwahrscheinlich.

HSV-Revanche ohne Capaldo?
Bitter: Capaldo könnte nun die letzte Gelegenheit verpassen, auf Vereinsebene noch einmal mit Nachdruck auf sich aufmerksam zu machen. Das HSV-Training am Mittwoch verpasste er verletzungsbedingt. „Capi hat leichte Rückenschmerzen. Wir müssen schauen, wie sich das in den kommenden Tagen entwickelt“, erklärte Co-Trainer Loic Favé in einer Medienrunde. Ob der Vize-Kapitän gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) zum Einsatz kommt, dürfte sich folglich erst kurzfristig entscheiden.
Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans
Unabhängig von einem möglichen Capaldo-Ausfall will der HSV das vermeintlich unbedeutende Saisonfinale gegen die Werkself keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. „Wir wollen auf jeden Fall wie zuletzt gegen Freiburg noch einmal etwas zeigen. Die letzten Eindrücke sind immer wichtig, um mit einem guten Gefühl aus einer Saison herauszugehen. Die Spieler und wir als Team wollen einen positiven Abschluss. Leverkusen ist ein guter Gegner, der einiges draufhat“, so Favé.
Ein Aspekt ist dem Polzin-Partner dabei ganz besonders wichtig: „Wir wollen zeigen, dass wir es besser machen können als noch im Heimspiel.“ Im Nachholspiel Anfang März hatte der HSV einigermaßen chancenlos mit 0:1 verloren. Dieser Eindruck soll jetzt vergessen gemacht werden.

