Der bevorstehende Abschied von Luka Vuskovic sorgt beim HSV für wehmütige Gefühle. Nach dem 3:2 gegen den SC Freiburg wurde einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert der Innenverteidiger innerhalb der Mannschaft besitzt.
Insbesondere Mittelfeldspieler Nicolai Remberg fand lobende Worte für seinen Teamkollegen. „Dem Jungen gönne ich die größte Weltkarriere, die es nur gibt“, wird Remberg von der Mopo zitiert. Der HSV-Profi ist überzeugt: „Das wird einer der besten Mitspieler bleiben, mit denen ich je zusammengespielt habe.“
Entsprechend groß ist die Sorge vor dem sportlichen Verlust. Vuskovic habe das Spiel der Hamburger „auf ein ganz anderes Niveau“ gehoben, erklärte Remberg nach dem verdienten Heimsieg gegen Freiburg, zu dem der junge Kroate den Freistoßtreffer zum 2:1 beigesteuert hatte.
Doch obwohl mit Vuskovic und möglicherweise auch Fábio Vieira zwei absolute Leistungsträger wegbrechen könnten, blickt der 25-Jährige optimistisch auf den Transfersommer. Der Grund: das Vertrauen in die HSV-Verantwortlichen um Sportdirektor Claus Costa. „Man hat gesehen, was die zaubern können“, sagte Remberg mit Blick auf die starke Transferperiode des vergangenen Sommers. „Natürlich haben uns auch ein paar Leihspieler dahin gebracht“, betonte der Mittelfeldmann und zollte den Profis Respekt, „die ausgeliehen sind und sich so reinwerfen für den Verein“.

HSV ohne Vuskovic nicht bundesligatauglich?
In der Tat wird es in den kommenden Wochen zu zahlreichen Abgängen kommen. So ist die Zukunft von Albert Grønbaek und Philip Otele ungeklärt, zudem laufen die Verträge von Ransford Königsdörffer und William Mikelbrencis aus. Auch hinter den Personalien Daniel Heuer Fernandes, Robert Glatzel und Jean-Luc Dompé (alle Vertrag bis 2027) stehen Fragezeichen. Und trotzdem, so Remberg, „mache ich mir überhaupt keinen Kopf, dass sie etwas Tolles zusammenstellen werden. Das ist deren Job.“
Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans
Zugleich widersprach er der These, der HSV sei ohne Vuskovic nicht bundesligatauglich. „Das würde ich nicht so sagen“, stellte der frühere Kieler klar. Dennoch räumte er ein: „Die Qualität, die Luka hat, hat halt einfach keiner.“ Einen geeigneten Nachfolger für die vakante Position in der Abwehrmitte zu finden, dürfte tatsächlich die größte Aufgabe des anstehenden Sommers werden. Wenn man ehrlich ist, kann sie schlichtweg nicht erfüllt werden.

