Sportlich sind Spieler wie Luka Vuskovic oder Daniel Heuer Fernandes die Lebensversicherungen des HSV. Im heimischen Volksparkstadion hat der Klub einen weiteren Erfolgsgaranten.
Um das zu verstehen, reicht ein Blick auf die nackten Zahlen: 21 der bislang 31 Saisonpunkte holte der HSV im eigenen Stadion. Gleichzeitig boomt auch das Geschäft abseits des Rasens, wie ein aktueller Artikel der Sport Bild aufzeigt. Jedes Heimspiel war in dieser Saison ausverkauft. Bei einer Kapazität von 57.000 Zuschauern spült allein das Ticketing je nach Gegner zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro pro Partie in die Kassen.
Hinzu kommen starke Zusatzeinnahmen an Spieltagen. Durch Essen, Getränke und Merchandising können im Idealfall mehr als eine Million Euro zusätzlich umgesetzt werden. Besonders lukrativ sind klassische Samstagsspiele um 15.30 Uhr, wenn Fans mehr Zeit im Stadion verbringen und entsprechend mehr konsumieren.
Um diesen Erfolgsfaktor weiter auszubauen, plant der HSV umfangreiche Investitionen. Ganz oben auf der Agenda steht die Erweiterung des Volksparkstadions auf 60.000 Plätze. Derzeit läuft dafür der behördliche Genehmigungsprozess. Bei grünem Licht könnte der Ausbau innerhalb von 18 bis 24 Monaten abgeschlossen sein. Vorgesehen sind zusätzliche Sitz- und Stehplätze, mehr Toiletten sowie Verbesserungen im VIP-Bereich.

Volkspark hilft bei wirtschaftlicher Gesundung des HSV
Finanziert werden soll ein Teil der Maßnahmen über das neue Genossenschaftsmodell „Supporters Trust“. Ab dem 5. Mai können Mitglieder und Fans für einen Preis von 887 Euro Anteile erwerben. In einer ersten Phase erhofft sich der Verein Einnahmen von 16 Millionen Euro, langfristig sollen sogar bis zu 100 Millionen Euro möglich sein.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Doch der HSV denkt nicht ausschließlich an den Fußball. Konzerte, Messen, Kongresse und Firmenveranstaltungen machen das Stadion ganzjährig zur Event-Location. In diesem Sommer stehen unter anderem Veranstaltungen mit Linkin Park, Johannes Oerding und Helene Fischer an. Auch diese Einnahmen bewegen sich im niedrigen siebenstelligen Bereich.
Wie positiv der wirtschaftliche Wandel ausfällt, zeigt ein Blick auf die Bilanz: Lag die Netto-Verschuldung 2017 noch bei knapp 75 Millionen Euro, verfügte der HSV zuletzt über ein Netto-Finanzvermögen von 14 Millionen Euro. Diese Entwicklung hat der HSV auch seiner Goldgrube Volksparkstadion zu verdanken.
Foto: Getty Images

