Die Ausgangslage war nahezu ideal. Die Konkurrenz im Tabellenkeller hatte vorgelegt. Oder besser gesagt: Sie hatte gepatzt.
Für den HSV bot sich gegen Hoffenheim die große Gelegenheit, einen gewaltigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Doch statt Erleichterung bleibt nach dem 1:2 vor allem das Gefühl einer vertanen Chance.
„Wenn wir heute gewonnen hätten, wäre es ein Riesenschritt gewesen. Deswegen tut es weh“, brachte Nicolai Remberg die hanseatische Gemütslage treffend auf den Punkt.
Gegen Hoffenheim zeigte sich das Team stark verbessert und war über weite Strecken auf Augenhöhe mit einem Gegner, der aktuell um die Champions-League-Qualifikation kämpft. Doch einmal mehr entschieden individuelle Fehler und fehlender Offensiv-Punch die Partie.

HSV hadert mit Flankenverteidigung
Remberg störte vor allem eine Sache: „Wir bekommen zwei Tore nach Flanken, zweimal kommt der Ball hinter den letzten Mann. Das ist einfach verpennt.“ Solche Nachlässigkeiten leistet sich der HSV in den vergangenen Wochen und in Abwesenheit von Abwehrchef Luka Vuskovic ungewohnt oft.
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Das resultiert in einer andauernden Niederlagenserie und macht die aktuelle Situation so heikel. Zwar bleibt der Vorsprung auf Rang 16 mit fünf Punkten einigermaßen komfortabel. Doch statt mit Rückenwind in die letzten Wochen zu gehen, steckt der HSV in einer handfesten Ergebniskrise fest. „Bei einem Dreier hätten wir heute was zu feiern gehabt“, wusste auch Remberg.
Doch statt vorsichtig aufzuatmen, warten die Rothosen und ihre Fans verzweifelt auf die letzten nötigen Big Points. Die braucht es nämlich, um das Abstiegsgespenst endlich und vor allem endgültig aus dem Volkspark zu vertreiben.

