Nach dem Aus bei Borussia Dortmund steht Sebastian Kehl vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Auch der HSV ist im Rennen.
Mehreren Medienberichten zufolge ist der 46-Jährige ein Kandidat auf die Nachfolge von Stefan Kuntz. In Hamburg gilt Kehl als heißer Kandidat für den vakanten Posten des Sportvorstands. Seit dem Jahreswechsel sucht der HSV dort nach einer Lösung.
Der Ex-Nationalspieler soll für diese Aufgabe durchaus offen sein. Besonders reizvoll: Im Volkspark könnte er eine Rolle übernehmen, die ihm beim BVB verwehrt blieb. Dort fungierte Geschäftsführer Lars Ricken als Frontmann, während Kehl eher im Hintergrund agierte.
Am vergangenen Sonntag kam es dann zur Trennung. „In einem sehr offenen Gespräch sind Sebastian Kehl, Carsten Cramer und ich zu der gemeinsamen Überzeugung gelangt, dass im Sommer der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen ist. Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt“, erklärte Ricken.

HSV erhält Konkurrenz aus England
Der HSV besäße also die Chance, im Sommer zuzuschlagen. Doch es gibt Konkurrenz. Wie der englische Telegraph berichtet, beschäftige sich Tottenham Hotspur ebenfalls mit einer Verpflichtung Kehls. Im Zuge einer geplanten Neuausrichtung des kriselnden Klubs könnte der Deutsche Bestandteil eines mehrköpfigen Sportdirektoren-Teams werden.
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Ob ein solches Modell für Kehl überhaupt infrage kommt, ist allerdings offen. Klar ist jedoch, dass er auf der Insel einen guten Ruf besitzt. In seiner Zeit beim BVB pflegte er enge Kontakte nach England, insbesondere zum FC Chelsea. Transfers wie die von Jamie Gittens oder Carney Chukwuemeka unterstreichen seine internationale Vernetzung.
Für den HSV wird eine mögliche Kehl-Verpflichtung also alles andere als ein Selbstläufer. Ein möglicher Hoffnungsschimmer: Die Spurs befinden sich aktuell knietief im Abstiegskampf und werden seit Monaten von enormer Unruhe umgeben. Am ebenfalls alles andere als ruhigen Standort Hamburg könnte Kehl wohl dennoch wesentlich gesitteter arbeiten.

