Beim HSV wächst die Sorge um einen Schlüsselspieler. Nicolas Capaldo wird auch das anstehende Duell gegen Borussia Dortmund verpassen!
Blickt man auf die Entwicklungen der vergangenen Tage, scheint auch ein längerer Ausfall nicht ausgeschlossen. Noch zu Wochenbeginn hatte Trainer Merlin Polzin vorsichtig Hoffnung geäußert, doch diese zerschlug sich schnell.
„Nach dem erst sehr positiven Verlauf hat er doch noch ein bisschen was gespürt“, erklärte Polzin am Donnerstag (via Hamburger Abendblatt). Die Konsequenz: „Er fällt jetzt für das Spiel gegen Dortmund definitiv aus.“ Immerhin bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer: „Wir hoffen, dass er rund um die Länderspielpause wieder eingreifen kann.“ Bis dahin stehen weitere Untersuchungen an, nachdem der Argentinier seit zwei Wochen mit einer Bauchmuskelverletzung kämpft, die er sich im Spiel gegen RB Leipzig zuzog.
Für den HSV wiegt der Ausfall schwerer, als es auf den ersten Blick scheint. Capaldo ist neben seiner Wichtigkeit in der defensiven Dreierkette auch ein entscheidender Impulsgeber im Offensivspiel. Polzin beschreibt seine Rolle treffend: „Wir betrachten die Qualitäten der einzelnen Spieler als so eine Art X-Faktor. Bei Capaldo ist es sicherlich seine Energie und seine Unberechenbarkeit.“ Genau diese Eigenschaften fehlen den Hamburgern aktuell sichtbar.

HSV ohne Capaldo eine Klasse schwächer
Die jüngsten Auftritte gegen Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und den 1. FC Köln offenbarten deutliche Probleme im Angriffsspiel. Ohne Capaldos dynamische Tiefenläufe fehlt es an Durchschlagskraft und Überraschungsmomenten. Zwar bemüht sich das Team, die Lücke kollektiv zu schließen, doch Polzin stellt klar: „Es geht nicht darum, dass der eine das erfüllt, was den anderen auszeichnet, sondern darum, die Stärken des Einzelnen auf den Platz zu bekommen.“
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Neben Capaldo fehlen außerdem Yussuf Poulsen, Bakery Jatta und Alexander Rössing Lelesiit, was die Situation zusätzlich verschärft. Hoffnung macht hingegen ein mögliches Kaderdebüt von Winter-Neuzugang Albert Grönbaek. Der dänische Offensiv-Allrounder war im großen Hoffnungen von Stade Rennes verpflichtet worden, machte verletzungsbedingt allerdings noch kein einziges Spiel im HSV-Trikot.

