Auf den HSV wartet an diesem Wochenende eines der schwersten Spiele der Saison. Die Auswärtspartie bei Borussia Dortmund steht an!
Als ein „absolutes Brett“ bezeichnete Cheftrainer Merlin Polzin die Aufgabe, die am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) auf sein Team im Signal-Iduna-Park zukommt. „Wir treffen mit Dortmund auf eine Mannschaft, die jetzt schon mehr Punkte als in der gesamten Vorsaison geholt hat. Sie haben nur zwei Spiele verloren, und das gegen Bayern“, so Polzin.
Doch der HSV weiß, wie man den BVB ärgern kann. Beim Hinspiel im Volksparkstadion konnte der Nord-Klub dank eines Last-Second-Treffers von Ransford Königsdörffer über einen völlig unerwarteten Punktgewinn jubeln.
Eine ähnliche Überraschung soll nun in fremden Gefilden folgen. „Wir haben dazu eine gute Analyse vorgenommen“, erklärte Polzin, „wollen vor allem im Übergangsspiel nach Ballgewinnen gewisse Räume wieder besser besetzen und bessere Entscheidungen treffen. Das wäre auch in den letzten Wochen möglich gewesen.“

HSV: „Haben uns einer klaren Idee verschrieben“
Tatsächlich gibt es zwei Aspekte, die dem HSV vor der Mammutaufgabe beim deutschen Vizemeister berechtige Hoffnungen machen können. Zum Einen scheint die Mannschaft ihre gravierende Auswärtsschwäche der Hinrunde mehr und mehr überwunden zu haben. Ganz unabhängig vom eigenen Volksparkstadion gelinge es „immer besser, sich ganz isoliert auf jedes einzelne Spiel einzulassen“, lobt Polzin.
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Zum Anderen besitzen die Rothosen gemeinsam mit dem VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen die bislang beste Rückrunden-Defensive aller Bundesligisten. In neun Begegnungen fing sich der HSV gerade einmal neun Gegentore.
Die Kernqualität seines Teams beschreibt Polzin folgendermaßen: „Wir haben uns nach dem Aufstieg einer ganz klaren Idee verschrieben, wie wir unser Ziel erreichen wollen: Wenn du Aufsteiger bist, geht es darum, das eigene Tor gut zu verteidigen. Seit dem 4. Spieltag, als die Mannschaft komplett war, zeigen wir extrem stabile Leistungen. Man sieht, dass es unsere Intention ist, möglichst viele Tore zu schießen, dies aber in einer gesunden Balance zu machen.“ Eben jene Balance soll es nun auch gegen den BVB richten.

