Die Frauen des HSV haben mit einer weiteren humoristischen Social-Media-Aktion für deutschlandweites Aufsehen gesorgt.
Nachdem der frühere Profi Mario Basler kürzlich in einem SWR-Podcast erklärt hatte, er stehe weiterhin zu seiner Aussage, dass „Fußball kein Sport für Frauen“ sei, reagierten die Hamburgerinnen erneut kreativ.
Die HSV-Frauen haben Basler zum DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den FC Bayern (Mittwoch, 18.30 Uhr) eingeladen. Auf Instagram hieß es: „Moin Mario, du warst ja beim Frauenfußball zuletzt eher … kritisch. Deshalb dachten wir: Statt lange zu diskutieren, laden wir dich einfach ein.“ Humorvoll ergänzt wurde: „Keine Angst: Bier gibts auch.“ Mit dieser Geste wollen die Spielerinnen dem 57-Jährigen die Qualität des Frauenfußballs zeigen und ihn vom Gegenteil überzeugen.
Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Basler-Aussagen veröffentlichten die Hanseatinnen ein Video, in dem ein Ausschnitt des Podcasts gezeigt wird. Baslers Gesicht ist darin wie das eines Straftäters verpixelt. Auf seine spöttische Frage nach der „Grätsche bei einer Frau“ folgt die passende Szene: Toptalent Lotta Wrede springt mit einem lehrbuchmäßigen Tackling aus dem Nordderby gegen Werder Bremen (1:1) ins Bild. Es folgt ein Zusammenschnitt ihrer besten Dribblings, Torschüsse und Offensivaktionen. Dazu schreiben die Verantwortlichen selbstbewusst: „Lieber Mario, überzeug dich gerne vom Gegenteil. Nicht nur bei LW32.“

HSV-Frauen wollen nächstes Top-Team ärgern
Das Viertelfinale steigt am 11. März im Volksparkstadion. Die Hamburgerinnen hatten zuvor bereits für Schlagzeilen gesorgt, als sie im Achtelfinale Bayer Leverkusen im Elfmeterschießen ausschalteten. Im Vorjahr hatten sie es bis ins Halbfinale geschafft, wo sie vor 57.000 Zuschauern in einer dramatischen Verlängerung an Werder Bremen (1:3) scheiterten.
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Mit ihrer Einladung kombinieren die HSV-Frauen Nachdruck und Humor, um auf das Thema Sexismus im Fußball aufmerksam zu machen. Ob Basler tatsächlich am Mittwoch im Volksparkstadion aufschlagen wird? Zwingend davon ausgehen sollte man wahrscheinlich nicht.

