Beim HSV laufen die Planungen für die Zeit nach Stefan Kuntz bislang vor allem im Hintergrund. Möglicherweise befindet sich der Nachfolger bereits in den eigenen Reihen.
Denn wie Bild berichtet, gilt Claus Costa inzwischen tatsächlich als ein Kandidat auf den vakanten Posten des Sportvorstands. Der 41-Jährige teilt sich die Verantwortung aktuell mit Vorstand Eric Huwer. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch trat er nun erstmals prominent ans Rednerpult und berichtete über die sportliche Lage. Zuvor hatten sich Vorstand und Präsidium darauf verständigt, dass er diesen Part übernimmt.
Inhaltlich schlug Costa dabei selbstbewusste, aber verbindende Töne an. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er an die langen Zweitliga-Jahre. Gleichzeitig würdigte er die Aufstiegshelden und hob vor allem jene Spieler hervor, die inzwischen nicht mehr im Kader stehen. „Es ist mir wichtig, einen großen Dank an unseren Aufstiegskader zu richten. Schonlau, Meffert, Reis, Selke und all die anderen Jungs haben die Grundlage für das gelegt, was wir jetzt erleben dürfen. Sie haben mehr als ihren Job erledigt. Sie haben HSV-Geschichte geschrieben“, stellte der Ex-Profi klar.
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HSV-Boss will „klare Kaderwert-Entwicklung“
Auch die strategische Ausrichtung umriss Costa deutlich. Über die insgesamt 13 Sommer-Neuzugänge sagte er: „Diese Transfers sind keine Zufallstreffer. Teilweise haben wir die Jungs über Jahre beobachtet, an ihren Verpflichtungen lange gearbeitet. Dahinter steckt harte Teamarbeit.“
Dem jungen Trainerteam um Merlin Polzin und Loic Favé stärkte er zudem öffentlichkeitswirksam den Rücken. „Ihr habt keine 300 Bundesliga-Spiele Erfahrung auf dem Buckel und wirkt dennoch unfassbar souverän“, so Costa „Eure Expertise, eure Leidenschaft, vor allem eure Identifikation mit dem HSV sind außergewöhnlich.“
Und auch sein übergeordnetes Ziel für die kommenden Jahre formulierte er mit Nachdruck: „Das große Ziel ist klar. Wir wollen den HSV in der Bundesliga etablieren. Mit einem mutigen Kader und einer klaren Kaderwert-Entwicklung.“

