Der Respekt scheint groß zu sein. Vor dem direkten Duell hat der Mainzer Sportvorstand Christian Heidel positive Worte über den HSV verloren. Für ihn ist der Aufsteiger praktisch schon gerettet.
Der HSV konnte sich durch zwei Siege in Folge und fünf Spiele ohne Niederlage zuletzt bis auf Rang neun vorarbeiten. Für Heidel kommt diese Entwicklung allerdings nicht überraschend. „Schön, dass der HSV mal wieder hier ist“, sagt er im Mopo-Gespräch und schiebt nach: „Mich wundert es nicht, dass der HSV eine so gute Rolle spielt.“ Für den Mainzer Funktionär steht sogar jetzt schon fest: „Der HSV wird in der Bundesliga bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er zu den Mannschaften gehört, die noch mal unten reinrutschen.“
Seine Rechnung ist simpel. „25 Punkte hat der HSV, im Normalfall brauchst du 34, um drinzubleiben. Diese neun Punkte werden sie ganz sicher holen.“ Ein kleiner Seitenhieb durfte dennoch nicht fehlen: „Sie müssen ja nicht gleich am Freitag damit anfangen. Es gibt doch noch genügend andere Spiele …“
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Heidel mit Extralob für HSV-Coach Polzin!
Mit Blick auf das Bigger Picture erkennt Heidel derweil strukturelle Vorteile auf Seiten des Traditionsklubs. Während in Mainz „immer alle Rädchen ineinander greifen“ müssten, um besondere Ziele zu erreichen, verfügten die prestigeträchtigeren Vereine über andere Möglichkeiten. „Unser Job in Mainz muss es immer sein, weniger Fehler als die größeren Vereine zu machen“, erklärt er. Mit Blick auf ambitionierte Beispiele wie Eintracht Frankfurt ergänzt er: „Und auch der HSV ist ein Verein, der sicherlich das Zeug dazu hat, perspektivisch an der Bundesliga-Spitze mitzuspielen.“
Ganz besonders angetan zeigt sich Heidel von der aktuellen Entwicklung in der Hansestadt. „Trainer Merlin Polzin macht es super, zudem scheint im Verein große Ruhe zu herrschen. Das sind sehr gute Voraussetzungen“, so der 62-Jährige.

