Der HSV bangt vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 um Nicolas Capaldo. Luka Vuskovic fehlt dem Team definitiv gesperrt.
Capaldo fehlte am Mittwoch im Teamtraining. Bereits am Dienstag hatte der Argentinier wegen einer Erkrankung passen müssen. Am Nachmittag klärte Polzin über den Zustand seines Vizekapitäns auf. „Er war unter der Woche gesundheitlich ein bisschen angeschlagen und konnte nicht die kompletten Einheiten machen“, sagte der Trainer.
Immerhin arbeitete Capaldo am Mittwoch in den Katakomben und ließ sich behandeln. „Er hat sich aber ein bisschen ferngehalten von den anderen Spielern, um nichts zu riskieren“, konkretisierte Polzin auf Nachfrage.
Zudem berichtete er: „Er wurde von den Physiotherapeuthen behandelt und hat isoliert trainiert. Im Austausch mit ihm war aber zu vernehmen, dass er unbedingt spielen will, topfit und bei 100 Prozent.“
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HSV: Wer übernimmt in der Abwehrmitte?
Ob es tatsächlich für Freitagabend (20.30 Uhr, Sky) reicht, ist dennoch offen. „Ich überzeuge mich lieber noch mal davon, bevor wir die Entscheidung treffen“, so Polzin. Die finale Einschätzung soll in gemeinsamer Absprache mit den HSV-Medizinern erfolgen.
Sollte Capaldo wider Erwarten ausfallen, würde sich die hanseatische Hintermannschaft nahezu von selbst aufstellen. Denn mit Warmed Omari, Daniel Elfadli und Jordan Torunarigha stünden nur noch drei etablierte Bundesliga-Innenverteidiger zur Verfügung.
Unabhängig davon muss geklärt werden, wer den vakanten Vuskovic-Job in der Abwehrmitte übernimmt. „Luka wird uns mit seiner Leistung und seiner Persönlichkeit fehlen. Ich freue mich aber darauf, jemand anderen auf der Position zu sehen“, erklärte Polzin. Während Linksfuß Torunarigha den linken Part der Dreierkette bekleiden dürfte, kommen für den zentralen Job vor allem der gelernte Sechser Elfadli und Omari infrage. Der kränkelnde Capaldo hofft derweil, dass es überhaupt für einen Einsatz in der Karnevalshochburg reicht.

