Der HSV mischt als Aufsteiger weiter munter die Bundesliga auf. Nach dem 3:2 gegen 1. FC Union Berlin kletterten die Hamburger auf Rang neun.
Nur sechs Punkte fehlen auf Platz sieben, der mit hoher Wahrscheinlichkeit fürs internationale Geschäft reichen würde. Je nach weiterem Abschneiden der deutschen Europapokal-Vereine und je nach Ausgang des DFB-Pokals könnte sogar Platz acht für eine Teilnahme an der UEFA Conference League berechtigen . Dazu haben die Rothosen noch ein Nachholspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (04.03, 20.30 Uhr) in der Hinterhand. Ist ein wenig übermütiges Träumen an der Waterkant also erlaubt?
Nicht mit Nicolai Remberg. Der Mittelfeldmann vertrat den erkälteten Trainer Merlin Polzin im ZDF Sportstudio und blieb trotz guter Laune betont nüchtern. „Wir müssen von Spiel zu Spiel gucken“, stellte Remberg klar. „Wir müssen einfach genauso weitermachen. Es ist cool, dass wir in so einem Flow sind, aber wir haben noch nicht viel erreicht.“
Und weiter: „Mit irgendwelchen Europapokalen beschäftigen wir uns überhaupt nicht. Aber es ist natürlich schön, dass es gerade so läuft, weil wir uns das echt hart erarbeiten.“
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Remberg hält das HSV-Zentrum dicht
Dabei hätte der 25-Jährige allen Grund, euphorisch zu sein. Auf dem Platz überzeugt Remberg nahezu ausnahmslos mit kompromissloser Arbeit gegen den Ball. Auch gegen Union sicherte er seinem Team mit teils artistischen Grätschen satte vier Ballgewinne.
„Du brauchst perfektes Timing“, erklärte er sein Geheimnis und schob mit einem Grinsen hinterher: „Das sieht schon fies aus, wenn ich mit beiden Beinen da reinfliege. Aber ich versuche wirklich immer den Ball zu treffen.“ Eine rote Karte sah er bislang nicht. „Und ich glaube“, so Remberg, „das zeichnet mich auch aus.“ Bei einem Blick auf die nackten Zahlen will man ihm nicht widersprechen.

