Nach dem 3:2-Sieg über Union Berlin und den zeitgleichen Niederlagen der Konkurrenz ist der HSV der große Gewinner des bisherigen Spieltags.
Tatsächlich grüßen die Rothosen nach dem Krimi gegen die Eisernen von einem beachtlichen neunten Rang. So gut waren die Rothosen in dieser Saison erst ein einziges Mal platziert – nach dem 4:0-Erfolg über Mainz am 6. Spieltag.
Dass der HSV sich nach immerhin 21 absolvierten Partien erneut in der oberen Tabellenhälfte wiederfindet, ist ein Resultat der starken spielerischen Entwicklung in den letzten Wochen. Auch gegen Union war der Aufsteiger über weite Teile der Begegnung die tonangebende Mannschaft. „Meiner Meinung nach ist der Sieg absolut verdient“, erklärte ein überglücklicher Nicolai Remberg nach Abpfiff. „Wir haben unsere Konter stark ausgespielt und tolle Tore erzielt.“
Trotzdem mussten die Hanseaten in der Schlussphase noch einmal zittern. Der 2:3-Anschlusstreffer durch Andrej Ilic sorgte für dramatische Schlussminuten im Volksparkstadion. „Es war ein harter Kampf über die gesamte Spielzeit“, weiß auch Remberg.
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Nach 22 Spieltagen: Ist der HSV bereits gerettet?
Doch der HSV hatte den längeren Atem. Dank zwei Treffern des überragenden Ransford Königsdörffer zog die Mannschaft von Merlin Polzin aufgrund der besseren Tordifferenz auch an den punktgleichen Eisernen vorbei. Da Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach und der FC St. Pauli in den Parallelspielen allesamt verloren, dürfen sich die Hanseaten als der große Gewinner des bisherigen Wochenendes bezeichnen. Denn trotz einer absolvierten Begegnung weniger beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz immerhin sechs Punkte.
Ist das Thema Abstiegskampf in Hamburg also schon Geschichte? „Genau in dieser Ausgangslage steckt auch eine Gefahr“, warnte Daniel Heuer Fernandes im Sky-Interview eindringlich. „Wir bleiben klar, wir bleiben bei uns.“ Jeder Sieg in der Bundesliga sei ein hartes Stück Arbeit, fuhr der Keeper fort.
Und trotzdem: „Diese Leidenschaft, diese Intensität und auch dieser Spielwitz machen uns stark!“

