Für viele HSV-Fans ist der 1. FC Union Berlin ein Bundesligagegner wie jeder andere. Doch für Jordan Torunarigha gilt das nicht.
Der Innenverteidiger verbindet mit der Partie weit mehr als nur drei Punkte. Viel mehr geht es auch um ein Stück Vergangenheit. Torunarigha wuchs in Berlin auf und spielte über viele Jahre für Hertha BSC. Insgesamt absolvierte er 81 Profispiele für die Alte Dame.
Entsprechend besonders ist das Wiedersehen mit dem Stadtrivalen. „Wenn man als Berliner gegen eine Berliner Mannschaft spielt, dann ist man doppelt motiviert und will um jeden Preis gewinnen“, erklärte der 28-Jährige gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Es ist ein Duell mit persönlicher Note. Torunarigha erinnert sich vor allem an magische Momente im Hertha-Trikot, etwa im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden. „Der Moment war der Wahnsinn. Alles deutete daraufhin, dass wir das Spiel verlieren und rausfliegen würden. Und dann macht ein Berliner Junge im Olympiastadion in der Nachspielzeit der Verlängerung vor der Ostkurve den Ausgleich zum ganz späten 3:3. Und im Elfmeterschießen gewinnen wir“, sagte er rückblickend und gerät ins Schwärmen. „Das war besonders.“
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HSV: Torunarigha gegen Union in der Startelf?
Nun will Torunarigha neue Kapitel schreiben. Diesmal im HSV-Dress. Die Motivation gegen Union dürfte dabei ganz automatisch ein Stück größer sein. Fraglich ist nur, ob der Sommer-Neuzugang gegen seinen Lieblingsgegner auch von Beginn an ran darf.
Denn nach durchweg stabilen Leistungen gegen Borussia Mönchengladbach und den FC St. Pauli (beides 0:0) zum Rückrundenauftakt fand sich Torunarigha gegen den FC Bayern (2:2) und den 1. FC Heidenheim (2:0) zuletzt nur auf der Ersatzbank wieder. In Heidenheim durfte er wegen einer drohenden roten Karte für seinen direkten Konkurrenten Daniel Elfadli immerhin in der zweiten Halbzeit ran.
Trotzdem verfügt der HSV in der Innenverteidigung aktuell über eine Art Luxusproblem. Neben dem unumstritten gesetzten Luka Vuskovic konkurrieren Warmed Omari, Nicolas Capaldo sowie Elfadli und Torunarigha um zwei freie Plätze.

