Jean-Luc Dompé drängt zurück ins Rampenlicht. Doch ob er am Samstag gegen Union Berlin tatsächlich im Kader des HSV steht, ist noch offen.
Der 30-Jährige absolvierte in dieser Woche sämtliche Trainingseinheiten im Volkspark und präsentierte sich einsatzbereit. Allerdings ist der Linksaußen nach seiner Alkohol-Fahrt in der Nacht nach dem Derby gegen St. Pauli weiterhin vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Erst wenn das Trainerteam um Merlin Polzin grünes Licht gibt, darf Dompé wieder auflaufen. Laut Bild-Informationen soll eine Entscheidung darüber im Verlauf des Donnerstags fallen.
Der Verein hatte den Franzosen nach dem Vorfall suspendiert und mit einer Rekord-Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro belegt. Beim 2:2 gegen den FC Bayern sowie beim 2:0 in Heidenheim fehlte Dompé folgerichtig im Kader. Seitdem steht er im Training unter besonderer Beobachtung. Neben seinem Auftreten in der Mannschaft zählt vor allem die sportliche Leistung. Ein internes Elf-gegen-Elf über den gesamten Platz am Mittwoch galt als wichtiger Härtetest.
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Dompé beim HSV mit neuer Konkurrenz
Doch neben der disziplinarischen Bewertung spielt auch der körperliche Zustand eine Rolle. Immer wieder wurde Dompé in dieser Saison von Achillessehnenproblemen ausgebremst, verpasste unter anderem die Spiele in Hoffenheim und gegen Frankfurt. Das Trainerteam steuerte seine Belastung daher immer wieder gezielt.
Hinzu kommt neue Konkurrenz auf der linken Außenbahn. Winter-Leihgabe Philip Otele überzeugte bei seinem Debüt in Heidenheim, legte das 1:0 von Ransford Königsdörffer auf und empfahl sich direkt für weitere Einsätze. Für Polzin wird die Dompé-Entscheidung damit zu einer Gratwanderung zwischen sportlicher Qualität, Teamdynamik und Signalwirkung. Ob der Aufstiegsheld des Vorjahres gegen die Eisernen eine Chance erhält, dürfte sich kurzfristig entscheiden.

