Rechts statt links? Für David Møller Wolfe ist das kein Problem. Beim 3:2-Sieg des HSV in Hoffenheim musste er aufgrund des Ausfalls von Zakaria El Ouahdi auf die ungewohnte rechte Abwehrseite ausweichen.
Dort überzeugte der 24-Jährige über weite Strecken der Partie und holte unter anderem die spielentscheidende Gelb-Rote-Karte für Hoffenheims Bernardo heraus. Dass er diese Position zuletzt vor mehr als fünf Jahren gespielt hatte, war kaum zu erkennen.
„Ich habe gespürt, dass mir vom Trainerteam sehr viel Vertrauen entgegengebracht wurde. Das hat mir die Umstellung sehr erleichtert“, erklärte Møller Wolfe nun gegenüber der Bild. Die ungewohnte Aufgabe erledigte er also ohne größere Probleme. Selbst der Linksverkehr während seiner Zeit bei den Wolverhampton Wanderers habe ihm größere Schwierigkeiten bereitet als der Seitenwechsel auf dem Platz, scherzte der Linksverteidiger.
HSV-Ass verrät spannende Haaland-Details
Diese Mentalität kommt nicht von ungefähr. Ein großes Vorbild des HSV-Profis ist schließlich Erling Haaland. Der Torjäger von Manchester City beeindruckt Møller Wolfe vor allem mit seiner professionellen Einstellung. „Die Art und Weise, wie sich Erling um seinen Körper kümmert, ist beeindruckend“, schwärmte er. Haaland investiere täglich viel Zeit in Krafttraining und Regeneration, um den enormen Belastungen einer langen Saison standzuhalten.

Doch nicht nur körperlich nimmt sich Møller Wolfe den Superstar zum Vorbild. Besonders dessen unermüdlicher Ehrgeiz hat es ihm angetan. „Haaland hat einen unstillbaren Hunger, Tore zu erzielen“, sagte der Linksfuß. Und was bedeutet das für ihn selbst? „Ich habe den Hunger, eine Vorlage zu kreieren oder eine Flanke zu blocken. Von seinem Hunger, der ihn antreibt, kann jeder lernen.“
Diese Einstellung kommt beim HSV gut an. Møller Wolfe schwang sich nach seiner Ankunft sofort zum Stammspieler auf und absolvierte die ersten vier Spiele allesamt von Beginn an. Auch abseits des Platzes fühlt er sich an der Elbe bereits pudelwohl. Mit Blick auf einen möglichen Verbleib erklärte die Wolves-Leihgabe, deren Kaufoption bei 14,5 Millionen Euro liegt: „Es liegt nicht an mir, aber ich wäre sehr glücklich darüber.“

