Die aktuelle Länderspielpause kommt für den HSV womöglich genau zum richtigen Zeitpunkt. Während insgesamt neun Spieler mit ihren Nationalmannschaften unterwegs ist, steht für einige Profis ein anderes Programm auf dem Plan.
Heißt konkret: Sie sollen in kleinerer Runde arbeiten, körperliche Rückstände aufholen, fit werden. Das gilt insbesondere für Fabio Vieira. Der Portugiese ist der unumstrittene Königstransfer des zurückliegenden Sommers. Neun Millionen Euro ließ sich der HSV die feste Verpflichtung des Spielmachers kosten, der nach seiner starken Rückrunde in der vergangenen Saison als großer Hoffnungsträger gilt. Bislang konnte Vieira diesen Vorschusslorbeeren aus nachvollziehbaren Gründen nicht gerecht werden.
Bei seinen Einsätzen gegen Mainz, Leipzig und Köln fehlte dem 26-Jährigen noch die Selbstverständlichkeit, mit der er in der Vorsaison Spiele prägte. Nach Bild-Informationen ist das Trainerteam mit seinem körperlichen Zustand nicht vollständig zufrieden. Die Ursache liegt vor allem in seinem Sommer bei Arsenal. Dort trainierte Vieira über längere Zeit nicht regulär mit der Mannschaft und konnte wichtige Inhalte der Vorbereitung nicht im gewohnten Umfang absolvieren.

Deshalb soll die dreiwöchige Pflichtspielpause nun genutzt werden, um den entstandenen Rückstand Stück für Stück aufzuholen. Während einige Stammkräfte wie Nicolai Remberg oder Daniel Heuer Fernandes zusätzliche freie Tage erhalten, steht für Vieira ein individuelles Programm mit erhöhtem Trainingsumfang an.
HSV-Coaches fordern Vieira in der Defensivarbeit
Dabei geht es nicht nur um die reine Ausdauer. Auch gegen den Ball sehen die Verantwortlichen klares Verbesserungspotenzial. Der Regisseur soll sich konsequenter in die Defensivarbeit einbringen und die Wege nach hinten mit derselben Intensität gehen wie die nach vorne. Der Bild zufolge setzen die Trainer in den Einheiten gezielt Reize, um genau diese Aspekte zu schulen.
Beim HSV herrscht dennoch Gelassenheit. Schon in der vergangenen Saison brauchte Vieira einige Zeit, ehe er körperlich sein bestes Niveau erreichte. Die Hoffnung im Volkspark ist nun, dass die jetzige Länderspielpause den gleichen Effekt hat. So könnte der Kreativkopf schon bald wieder zum Unterschiedsspieler der Vorsaison werden.

