Dass der HSV bis zum Ende des Transferfensters einen weiteren Stürmer verpflichten will, ist gut verbrieft. Einzig: An konkreten Spuren mangelt es größtenteils.
So war Terem Moffi von OGC Nizza in den vergangenen Wochen einer von wenigen Namen, die mit den Hansestädtern in Verbindung gebracht wurden. Zwischenzeitlich berichteten Teile der Medienlandschaft sogar über gute Chancen auf eine baldige Finalisierung des Deals. Doch sowohl das Hamburger Abendblatt als auch die Bild fingen diesen Wasserstand in den vergangenen Tagen wieder ein.
Dem schloss sich am Donnerstagabend auch Sky an. Laut Transfer-Journalist Florian Plettenberg könne von einem zeitnahen Abschluss des Wechsels keine Rede sein. Dazu passen weitere Meldungen, wonach die Rothosen im Poker um den 27-Jährigen reichlich Konkurrenz besitzen. Insbesondere in der türkischen Süper Lig scheint das Interesse groß zu sein.
Nachdem zunächst vor allem Besiktas Istanbul genannt wurde, soll nun Samsunspor der aussichtsreichste Mitbewerber sein. Trainiert wird der Tabellensiebte der abgelaufenen Saison von Ex-HSV-Coach Thorsten Fink. Der 58-Jährige stand im Volkspark von Oktober 2011 bis September 2013 an der Seitenlinie.

Moffi-Poker: Entscheidung zwischen HSV und Samsunspor?
Schnappt Fink seinem ehemaligem Arbeitgeber also den Wunschspieler weg? Geht es nach Samsunspors Technischem Direktor Yüksel Yildirim, ist das zumindest der Plan. „Wir führen Gespräche mit einem Stürmer“, erklärte dieser erst kürzlich. „Er spielt in der Ligue 1 in Frankreich, sein Marktwert liegt bei acht Millionen Euro. Derzeit verhandelt er mit einem Team aus der Bundesliga und hat sich bis Freitag Bedenkzeit erbeten.“
Man muss wahrlich kein Prophet sein, um zu erahnen, dass es sich bei diesem Stürmer um Moffi und bei diesem Team um den HSV handelt. Bevor die konkreten Verhandlungen mit Nizza beginnen können, ist es also am Nigerianer, sich für einen zukünftigen Klub zu entscheiden.
Auf dem Weg zu einem möglichen HSV-Transfer dürfte dieser Schritt das größte Hindernis darstellen. Sollte der Bundesligist das „Go“ von Moffi bekommen, besitzen die Gespräche mit dem Ligue-1-Verein gute Aussichten auf Erfolg. Hintergrund: Der Goalgetter, in der vergangenen Rückrunde leihweise für den FC Porto aktiv, hat an der Côte d’Azur keine Zukunft. Doch bevor es soweit ist, muss der HSV zunächst die erste Hürde nehmen und sich die Zustimmung des Spielers sichern.

