Die letzten Wochen verliefen aus HSV-Sicht vergleichsweise ruhig. Seit den Verpflichtungen von Kofi Amoako und Albert Grønbaek herrscht auf der Zugangsseite Stillstand.
Doch genau diese Geduld könnte im Sommer 2026 besonders gefragt sein. Denn bislang tut sich im Volkspark vor allem in Puncto Abgängen etwas. Robert Glatzel wechselte für eine Basisablöse von 1,7 Millionen Euro plus möglicher Bonuszahlungen zum VfL Wolfsburg. Für Lukasz Poreba kassierte der HSV 1,5 Millionen Euro von der SV 07 Elversberg, zusätzlich flossen 100.000 Euro Aufstiegsprämie. Noah Katterbach steht kurz vor einem Wechsel zu Eintracht Braunschweig und auch Immanuel könnte in Kürze gehen. Mit Elversberg laufen Gespräche über einen Abgang des Mittelfeldspielers.
Dem gegenüber stehen die Transfers von Amoako und Grønbæk. Weitere Verpflichtungen lassen dagegen auf sich warten. Das liegt allerdings nicht daran, dass Sportdirektor Claus Costa und Chefscout Sebastian Dirscherl keine Kandidaten im Blick hätten. Im Gegenteil: Viele Wunschspieler sollen laut Bild-Informationen längst identifiziert sein.

Lose HSV-Gerüchte um Damar und Bobcek
Das Problem ist vielmehr die aktuelle Marktlage. Durch die laufende Weltmeisterschaft hoffen zahlreiche Vereine auf steigende Ablösesummen. Starke Auftritte auf der großen Bühne können den Marktwert eines Spielers erheblich erhöhen. Entsprechend besteht bei vielen Klubs derzeit wenig Interesse daran, frühzeitig Nägel mit Köpfen zu machen.
Diese Entwicklung bekommt auch der HSV zu spüren. Besonders intensiv beschäftigen sich die Verantwortlichen weiterhin mit Frankfurts Rechtsverteidiger Elias Baum. Allerdings hat die Eintracht noch keine Entscheidung getroffen, ob sie das Talent überhaupt ziehen lassen möchte. Auch bei weiteren Kandidaten wie Hoffenheims Muhammed Damar oder Tomas Bobcek, dem Torschützenkönig der polnischen Liga, befinden sich mögliche Deals der Bild zufolge noch in einem frühen Stadium.
Deshalb ist bereits jetzt absehbar, dass der HSV-Kader zum Trainingsauftakt Anfang Juli noch längst nicht vollständig sein wird. Eigentlich alles spricht sogar dafür, dass die entscheidenden Personalentscheidungen erst im August fallen.

