Jean-Luc Dompé hat ein kompliziertes Jahr beim HSV hinter sich und scheint einen Tapetenwechsel anzustreben.
Nach Bild-Informationen soll ihn zurzeit diverse Berater auf dem Transfermark anbieten. Denn der mit seiner Jokerrolle unzufriedene Dompé wolle Hamburg gerne verlassen. Dabei verlängert er noch vor 14 Monaten seinen damals auslaufenden Vertrag bis 2027. Bei der Verkündung kurz vor dem Anpfiff des Karlsruhe-Heimspiels brandete großer Jubel im Volksparkstadion auf. Der Flügelspieler gehörte nämlich zu den zentralen Figuren der Aufstiegsmannschaft.
Für die abgelaufenen Spielzeit wurde er ebenfalls als Leistungsträger eingeplant. Doch Dompé tat sich aus vielerlei Gründen schwer. Anfangs waren es noch kleinere Verletzungen sowie das wesentlich höhere Spielniveau. Dann stellte sich der Franzose selbst ins Abseits, als er einen Abend nach dem Stadtderby beim FC St. Pauli (0:0) mit rund 1,4 Promille von der Polizei aus dem Auto gezogen wurde. Zu allem Überfluss trat er infolge der Feststellung der Personalien die Heimfahrt mit dem E-Scooter an.

HSV würde Dompé ziehen lassen
Mit kurzer Verzögerung suspendierte der HSV den vermeintlich gereiften 30-Jährigen und verdonnerte ihn zu einer Geldstrafe im sechsstelligen Bereich. Nach dessen Rückkehr gehörte er nur noch einmal der Startelf an und kam in den letzten sieben Saisonspielen gar nicht mehr zum Zug. „Jean-Luc hat die Wehwehchen, die er in der Saison hatte, nicht voll auskuriert und sah sich nicht bei 100 Prozent, um der Mannschaft zu helfen“, meinte Trainer Polzin vielsagend.
Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans
Aktuell spricht viel dafür, dass Dompé kein weiteres Pflichtspiel im Volkspark absolvieren wird. Der HSV werde ihm bei einem passenden Angebot keine Steine in den Weg legen, strebe aber eine Ablöse von mehr als eine Millionen Euro. Potenzielle Abnehmer sind noch nicht bekannt, sollten sich aber finden lassen. Denn seine Qualitäten deutete der immerhin dreimal treffende Dompé, der es vor seiner Ankunft im August 2022 nirgends länger als zwei Jahre aushielt, auch in der Bundesliga an.
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