Beim HSV deutet sich die nächste Personalentscheidung mit Blick auf die kommende Saison an. Nachdem bereits seit Wochen klar war, dass mehrere Leihspieler den Verein verlassen werden, spricht inzwischen vieles dafür, dass auch Philip Otele keine Zukunft im Volkspark besitzt.
Der 27-Jährige fehlte beim abschließenden 1:1 gegen Bayer Leverkusen überraschend im Spieltagskader. Wie die Mopo berichtet, lag das nicht etwa an gesundheitlichen Gründen. Viel mehr besaß die Entscheidung einen sportlichen Hintergrund. Ein bemerkenswertes Signal, schließlich hatte Otele seit seinem Wechsel im Januar zuvor stets zum Aufgebot gehört. Gerade deshalb darf seine Nichtberücksichtigung als deutlicher Fingerzeig für die anstehende Transferperiode verstanden werden.
Dabei verlief der Start des Nigerianers in Hamburg durchaus vielversprechend. Otele brachte Tempo, Dynamik und Tiefgang ins Offensivspiel des HSV und sicherte sich zumindest temporär den Stammplatz von Jean-Luc Dompé. In neun Einsätzen gelangen ihm ein Tor und eine Vorlage. Zudem feierte er jüngst sein Debüt für die nigerianische Nationalmannschaft.

HSV wird keine 5 Mio. Euro für Otele bezahlen
Nachhaltig den Eindruck eines unverzichtbaren Unterschiedsspielers hinterließ Otele allerdings nicht. Vor allem in den vergangenen Wochen verlor der Flügelspieler sichtbar an Einfluss. Seine rote Karte im Nordderby gegen Werder Bremen samt der anschließenden Zwei-Spiele-Sperre markierte den endgültigen Wendepunkt.
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Hinzu kommt die wirtschaftliche Komponente. Der HSV besitzt zwar eine Kaufoption für den Offensivspieler, diese soll sich jedoch im Bereich von rund fünf Millionen Euro bewegen. Eine solche Summe wollen die Verantwortlichen offenbar nicht investieren. Selbst eine mögliche Nachverhandlung mit dem FC Basel gilt derzeit als eher unwahrscheinlich.
Damit verdichten sich die Zeichen auf einen Abschied. Und Otele wäre nicht der einzige Leihspieler, den der HSV ziehen lässt. Am Montag bestätigten die Hanseaten bereits den vorläufigen Abschied ihrer insgesamt sechs Leihgaben, ließen dabei aber durchblicken, weitere Gespräche hinsichtlich fester Verpflichtungen führen zu wollen.
Das dürfte vor allem Fábio Vieira und Albert Grønbæk betreffen. Beide würden die Rothosen gerne halten, allerdings nur zu deutlich reduzierten Konditionen. Damion Downs und Giorgi Gocholeishvili besitzen hingegen definitiv keine Zukunft im Klub. Megatalent Luka Vuskovic kehrt planmäßig zu Tottenham Hotspur zurück.

