Miro Muheim bekam im Saisonverlauf die meisten Einsatzminuten, wird aber zumindest am kommenden Wochenende gesperrt fehlen.
Der Linksverteidiger sah im Heimspiel gegen den FC Augsburg in der 64. Minute nämlich die Rote Karte. Bei einem missglückten Klärungsversuch brachte er den ansonsten alleine auf Torhüter Daniel Heuer Fernandes zueilenden Anton Kade zu Fall. Schiedsrichter Deniz Aytekin blieb bei seiner Entscheidung keine andere Wahl. „Ich habe den Ball, will ihn klären und erwische den Ball nicht richtig. Dann läuft er da rein“, erklärte der nach den Länderspieleinsätzen überspielt wirkende Muheim den zweiten Platzverweis seiner Laufbahn (via Bild).
Im Dezember 2023 wurde er beim 1:2 gegen Paderborn vorzeitig zum Duschen geschickt. Diesmal verhinderte der HSV in Unterzahl eine Niederlage und sicherte damit einen weiterhelfenden Zähler im Abstiegskampf. „Nach dem Platzverweis habe ich das Spiel von drinnen geschaut. Kompliment an die Mannschaft, wie sie sich da reingehauen hat. Dafür stehen wir auch. Egal, wen es trifft – die anderen probieren dann, es gemeinsam auszubügeln“, lobte Muheim.

HSV: Nimmt Mikelbrencis wieder die Muheim-Rolle ein?
Im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart wird er definitiv und aller Voraussicht nach auch im Nordderby gegen Werder Bremen nicht zur Verfügung stehen. Üblicherweise spricht das DFB-Sportgericht bei der Verhinderung einer klare Torchance eine Sperre von zwei Spielen aus. Trainer Merlin Polzin muss damit seinen Dauerbrenner ersetzen. Muheim liegt mit wettbewerbsübergreifend 2.665 Einsatzminuten sogar noch vor Torhüter Daniel Heuer Fernandes (2.640).
Bislang gehörte der Schweizer Nationalspieler nur in zwei der 31 Pflichtspiele nicht der Startelf an. Im Hinspiel gegen Werder verzichtete Polzin aus disziplinarischen Gründen freiwillig auf ihn und brachte stattdessen den mittlerweile nach St. Etienne verliehenen Aboubaka Soumahoro. Nach einer knappen Stunde brachte er Muheim, der wenig später die Vorlage zum 3:2-Siegtor lieferte.
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Im Heimspiel gegen Leverkusen (0:1) fehlte der gebürtige Züricher gelbgesperrt. Polzin brachte an seiner Stelle den damals wenig überzeugenden Giorgi Gocholeishvili. Dieser spielte auch nach dem Muheim-Platzverweis eine Rolle, nahm aber die rechte Seite ein. Der zuvor dort aktive und sich in 2026 erstaunlich positiv entwickelnde William Mikelbrencis wechselte nach links.
Diese Lösung gilt aktuell als wahrscheinlichste für den Auftritt in Stuttgart. Denn Bakery Jatta, der sich vor seinem Muskelfaserriss auf rechts festgespielt hatte, scheint noch nicht vollständig einsatzbereit zu sein. Ein zweiter Linksverteidiger gehört zwar in Noah Katterbach auf dem Papier dem Kader an, doch er brachte es immer noch nicht auf eine einzige Einsatzminute. Daher dürfte Mikelbrencis erneut auf die Position von Muheim rücken.
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