Dass sich der Fußball und geopolitische Krisen teilweise dramatisch kreuzen können, zeigt der aktuelle Fall von HSV-Profi Emir Sahiti.
Der 27-jährige Mittelfeldmann wurde im Winter an das israelische Top-Team Maccabi Tel Aviv verliehen. Doch die prekäre derzeitige Lage des Nahostkonflikts veränderte die Situation grundlegend.
Denn: Nach einem fulminanten Start mit vier Treffern und einer Vorlage in fünf Pflichtspielen sah sich Sahiti gezwungen, Israel mit Ehefrau und Tochter zu verlassen. Über Ägypten und Zypern gelangte die Familie schließlich nach Kroatien, wo der Kosovare bereits vor seinem HSV-Wechsel bei Hadjuk Split unter Vertrag stand.

Da der israelische Ligabetrieb bislang pausierte, hielt Maccabi die Mannschaft auf Zypern fit. Mittlerweile ist der Großteil des Teams jedoch nach Israel zurückgekehrt. Wie die Bild unter Berufung auf Vereinskreise berichtet, blieben Sahiti sowie ein weiterer Mitspieler dem Team jedoch fern – zumindest bisher.
Kehrt Sahiti zeitnah zum HSV zurück?
Dabei soll die israelische Liga unter strikten Sicherheitsvorkehrungen fortgeführt werden. Schon am kommenden Wochenende duelliert sich Maccabi mit Hapoel Haifa. Die Spiele finden fortan vor leeren Tribünen statt, zudem stehen Schutzräume bereit.
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Für Sahiti ist wohl völlig unklar, ob er noch einmal zu seinem Teamkollegen zurückkehrt oder seine Leihe vorzeitig beendet. Ursprünglich war davon auszugehen, dass Maccabi die vorhandene Kaufoption über 500.000 Euro zieht und den Offensivspieler dauerhaft unter Vertrag nimmt. Doch die momentane politische Lage macht dieses Szenario zunehmend unwahrscheinlich.
Das heißt für den HSV: Sollte es tatsächlich zu einem Abbruch der Leihe kommen, würde Sahiti vorzeitig in den Volkspark zurückkehren.

