Die Personalsituation beim HSV ist fünf Tage vor dem Schlüsselspiel gegen den FC Augsburg durchaus angespannt. Ein Einsatz von Nicolas Capaldo bleibt weiterhin fraglich.
Der Defensivspieler arbeitet nach seiner Bauchmuskelverletzung mit Hochdruck an seinem Comeback. Doch die Zeit wird knapp. Bis zum Heimspiel gegen die Fuggerstädter (Samstag, 15.30 Uhr) sind es nur noch wenige Tage!
Capaldo fehlt bereits sein Anfang März, nun absolvierte er zumindest wieder individuelle Einheiten mit Ball und erste Sprints. Trainer Merlin Polzin gab sich am Montag vorsichtig optimistisch. „Ich hoffe immer noch, dass ich Capi für das Augsburg-Spiel einplanen kann. Es fühlt sich in jedem Fall deutlich besser an, als in den vergangenen Wochen“, wird der 35-Jährige von der Bild zitiert. Gleichzeitig mahnt Polzin zur Geduld: „Bei manchen Bewegungen hat er noch Schmerzen.“

HSV-Coach Polzin: „Vielleicht reicht es für ihn noch“
Die Gratwanderung ist offensichtlich. Einerseits braucht der HSV seine zweikampfstarke Allzweckwaffe dringend. Das ist insbesondere der Fall, da Stammsechser Nicolai Remberg gelb-gesperrt fehlt. Capaldo, in den vergangenen Monaten zumeist als Innenverteidiger eingesetzt, könnte den freigewordenen Platz im defensiven Mittelfeld übernehmen.
Andererseits will Polzin mit Blick auf den anstehenden Saisonendspurt nichts überstürzen: „Ihn einfach hereinzuschmeißen, ist risikoreich. Aber vielleicht reicht es für ihn noch.“ Entscheidend dürfte sein, ob Capaldo im Laufe dieser Woche rechtzeitig ins Mannschaftstraining zurückkehrt.
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Auch abseits von Capaldo ist die Personalsituation zumindest angespannt. Jean-Luc Dompé kämpft weiterhin mit Fußproblemen, ein Einsatz ist fraglich. „Jean-Luc kann nicht auftreten. Er wird behandelt. Aber deutlich besser ist es nicht geworden“, erklärte Polzin. Für Bakery Jatta kommt die Partie ohnehin zu früh.
Die Ausfälle zwingen den HSV zum Improvisieren. Auch Polzin gab zu, dass man Remberg „nicht eins zu eins ersetzen“ könne. Stattdessen müssten andere Spieler ihre Stärken einbringen. Eine Schlüsselrolle könnte dabei auf Daniel Elfadli zukommen, der ähnlich wie Capaldo sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld spielen kann.

