Ein Bundesligaspiel wie jedes andere? Für BVB-Star Felix Nmecha ganz sicher nicht. Der formstarke Dortmunder trifft am Samstag mit dem HSV auf einen Gegner, der ihn zurück in seine Kindheit katapultieren dürfte.
Sportlich läuft es für den 25-Jährigen aktuell nahezu perfekt. Kaum ein Borusse performt in dieser Saison konstanter, was unter anderem zahlreiche Spitzenteams aus der englischen Premier League auf den Plan rief. Trotzdem gelang es dem BVB kürzlich, seinen Vertrag vorzeitig bis 2030 zu verlängern. Mehr noch: Es winkt sogar eine prominente Rolle in den Reihen der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026!
Aus HSV-Sicht interessant: Nmechas Wurzeln liegen in Hamburg-Altona. Dort ging er an der Seite seines älteren Bruders Lukas seine ersten Schritte im Fußball. Später zog es die Familie nach England, wo der Mittelfeldmann die Jugend-Akademie von Manchester City durchlief. 2021 kehrte er nach Deutschland zurück und unterschrieb beim VfL Wolfsburg.

HSV-Fan Nmecha im Clinch mit seinem Bruder
„Ich habe noch viele Erinnerungen“, berichtete Nmecha im Gespräch mit den vereinseigenen Kanälen des BVB einst über seine Kindheit. Besonders lebendig: die unzähligen Straßenkicks. „Mein Bruder und ich haben immer auf der Straße Fußball gespielt. Da war ein Käfig in der Nähe unseres Hauses. Dort waren wir fast jeden Tag, haben immer mit älteren Jungs gespielt und schöne Zeiten gehabt. So lange, bis Mama gerufen hat. Dann mussten wir nach Hause.“
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Und auch in Sachen Vereinsliebe war früh klar, wohin die Reise geht. Nmecha outete sich nämlich ganz offen als HSV-Fan: „Ich war immer Hamburg, mein Bruder war mehr St. Pauli.“ Dieses Duell spiegelte sich sogar in Puncto Klamotten wider: „Sein erstes Trikot war von einem nigerianischen Spieler von St. Pauli, deshalb wollte ich eines von Hamburg haben.“ Mit einem Lächeln ergänzt er: „Wir standen da immer ein wenig in Konkurrenz zueinander.“
Am Samstag (18.30 Uhr, Sky) dürften zumindest Teile dieser Vergangenheit wieder hochkommen.

