Für BVB-Trainer Niko Kovac wird das anstehende Duell mit dem HSV zu einer ganz besonderen Reise in die Vergangenheit.
Zwischen 1999 und 2001 absolvierte der Kroate insgesamt 73 Pflichtspiele für die Rothosen. Dabei war er maßgeblich an einigen emotionalsten Momenten der jüngeren Vereinsgeschichte beteiligt.
„Ich hatte eine wunderbare Zeit beim HSV und habe mich in Hamburg sehr wohl gefühlt: eine tolle Stadt und ein großer Verein. Und meine Tochter kam in Hamburg zur Welt. Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Zeit“, blickt Kovac im Gespräch mit HSV.de zurück.
Besonders unvergessen bleibt selbstredend das spektakuläre 4:4 gegen Juventus Turin im Jahr 2000. Kovac traf dabei selbst zur zwischenzeitlichen 4:3-Führung, die wenige Minuten vor dem Abpfiff durch den Ausgleichstreffer von Filippo Inzaghi egalisiert wurde. „Es war eines der prägendsten und spannendsten. Nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch der unglaublichen Atmosphäre“, sagt er über das „Jahrhundertspiel“.

Kovac erwartet „kompakten“ HSV
Heute bewertet Kovac die Hanseaten aus der Perspektive eines gegnerischen Trainers. „Der HSV spielt als Aufsteiger bislang eine gute Saison und wird sich auch bei uns seine Chance suchen“, erklärt er vor dem Wiedersehen. Besonders hebt er die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Ich erwarte, dass wir auf einen kompakten, defensiv gut organisierten Gegner treffen, ähnlich wie in der Hinrunde.“
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Am 8. November trotzten die Norddeutschen den klar favorisierten Borussen ein überraschendes 1:1-Remis ab. Wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff traf Ransford Königsdörffer zum umjubelten 1:1-Ausgleich.
Auch deshalb traut Kovac dem HSV einiges zu. Seine Einordnung lautet: Das Team habe sich merklich stabilisiert und sei mittlerweile vollends konkurrenzfähig in der Bundesliga.

