Die Abwesenheit von Defensiv-Allrounder Nicolas Capaldo hat der HSV in den letzten Wochen deutlich zu spüren bekommen.
Nach einer am 1. März gegen RB Leipzig (1:2) erlittenen Bauchmuskelverletzung musste der Argentinier die vergangenen drei Begegnungen als Zuschauer verfolgen. Dabei hatte man beim HSV noch gehofft, den 27-Jährigen für das richtungsweisende Kellerduell gegen den 1. FC Köln (1:1) fit zu bekommen.
„Capi ist ein sehr, sehr wichtiger Spieler. Bei ihm wird es nach und nach besser“, erklärte Cheftrainer Merlin Polzin bereits in der letzten Woche. Die erhoffte „Punktlandung“ blieb gegen die Geißböcke jedoch aus.
In einem insgesamt zähen Spiel wurde ein weiteres Mal deutlich, wie wichtig Capaldo für den HSV ist. Alleine wegen seines aktiven Verteidigungsstils können die Rothosen nur schwerlich auf ihn verzichten. Durch seine Antizipation gegnerischer Zuspiele und sein aggressives Pressing ermöglicht er zudem schnelle Ballgewinne, die Konter einleiten oder das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagern.

HSV: Capaldo-Comeback gegen den BVB möglich
In den Partien gegen Leipzig, Leverkusen und Köln fehlte genau diese Komponente. Dem HSV-Spiel mangelte es spürbar an Dynamik und Ideenreichtum. Denn obwohl er nominell Defensivspieler ist, stellen Capaldos mutige Sprints und Tiefenläufe in den gegnerischen Strafraum einen durchaus gewichtigen Teil der hanseatischen Offensivbemühungen dar.
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Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 35 km/h zählt Capaldo außerdem zu den schnellsten Spielern des Teams. Mehr noch: Er ist sogar der viertschnellste Innenverteidiger der laufenden Bundesliga-Saison!
Dementsprechend wichtig wäre eine zeitnahe Rückkehr auf den Platz. Wie Bild berichtet, soll Capaldo am Dienstag in etwas dosierter Form wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Läuft alles nach Plan, könnte er am Samstag gegen Borussia Dortmund (18.30 Uhr, Sky) in der Startelf zurückkehren. Die HSV-Verantwortlichen könnten den Südamerikaner jedoch vorsorglich schonen, um ihn in Kombination mit der anschließenden Länderspielpause eine dreiwöchige Erholungspause zu verschaffen.

