Die Pläne für ein neues Volksparkstadion des HSV werden konkreter. Auf einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend stellte Hamburgs Sport- und Innensenator Andy Grote erste Details zur möglichen neuen Arena im Volkspark vor.
Demnach soll das Stadion künftig mehr Zuschauer fassen als die aktuelle Spielstätte und gleichzeitig Teil einer möglichen Olympiabewerbung der Hansestadt werden.
Der Neubau soll während der Olympischen und Paralympischen Spiele zunächst als Leichtathletikstadion dienen. Nach dem Großereignis würde die Anlage jedoch wieder zu einem reinen Fußballstadion umgebaut. Der HSV soll anschließend sowohl Nutzer als auch Betreiber der neuen Arena sein. Für Grote steht dabei fest, dass das Stadion Maßstäbe setzen könnte. „Das wäre das beste Stadion, das Deutschland zu bieten hat, und da würde dann der HSV spielen“, zitiert ihn das Hamburger Abendblatt.
Auch beim Namen könnte vieles beim Alten bleiben. Obwohl die Arena zeitweise olympisch genutzt würde, müsse sie nicht dauerhaft den Titel Olympiastadion tragen. Grote stellte klar: „Das ist danach unser Stadion, das würde wahrscheinlich auch wieder Volksparkstadion heißen. Außer der HSV überlegt sich etwas anderes.“ Der traditionsreiche Name der bisherigen Spielstätte aus dem Jahr 1953 könnte damit weiterleben.

HSV-Fans sollen Teil der Planung werden!
Das neue Stadion soll direkt neben der aktuellen Arena entstehen und in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sein. Dadurch könnten sogar die bekannten Kurvennamen erhalten bleiben. Geplant ist zudem eine größere Kapazität als im bisherigen Volksparkstadion, möglicherweise mit mehr Stehplätzen, zusätzlichen Innenräumen und mehr Fläche für das Vereinsmuseum. Wichtig sei vor allem die Atmosphäre: Die neue Arena solle „von der Lautstärke, Dichte und Intensität her genauso gut werden wie das jetzige Stadion“.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Ein zentrales Anliegen der Planer ist außerdem die Beteiligung der Fans. Anhänger des HSV sollen aktiv in den Planungsprozess einbezogen werden, damit die neue Heimat des Klubs möglichst nah an den Bedürfnissen der Fans entsteht.
Eine konkrete Summe für den Neubau nannte der Senat bislang nicht. Klar ist laut Grote jedoch: „Wir wollen das auch ohne Olympia bauen.“ Aus Sicht des Vereins gelten ebenfalls klare Bedingungen. HSV-Vorstand Eric Huwer betonte bereits: „Ich kann versichern, dass der HSV niemals in ein Stadion ziehen wird, in dem es irgendeine Laufbahn gibt und in dem unser Stadionerlebnis auch nur ein Stück weit verschlechtert wird.“

