Beim HSV deutet sich eine wichtige Personalentscheidung an. Rechtsverteidiger William Mikelbrencis könnte über den Sommer hinaus im Volkspark bleiben.
Der Vertrag des Franzosen läuft zwar am Saisonende aus, doch mehr und mehr deuten die Zeichen auf eine Verlängerung hin. Trainer Merlin Polzin machte vor dem Bundesliga-Duell mit dem 1. FC Köln (Samstag, 18.30 Uhr) deutlich, wie sehr er die Entwicklung des Verteidigers schätzt.
„William ist als ganz junger Kerl zu uns gekommen. Damals hat er weder Deutsch noch Englisch gesprochen“, erinnerte sich der HSV-Coach. Seitdem habe der Franzose große Fortschritte gemacht: „Er hat hart an sich gearbeitet und das eine oder andere Mal vielleicht auch weniger gespielt, als er sich das vorgestellt hat.“
Gerade die ersten Jahre im HSV-Trikot waren für Mikelbrencis nicht einfach. In seinen ersten beiden Spielzeiten kam er lediglich auf zwölf Einsätze. In der vergangenen Zweitliga-Saison absolvierte der 22-Jährige bereits 25 Partien, in der aktuellen Bundesliga-Spielzeit steht er bei 19 Einsätzen, neun davon von Beginn an. Zuletzt durfte er sogar dreimal in Serie starten. „Wenn du die Chance bekommst, musst du auch abliefern. Das hat er in der gesamten Saison getan“, lobte Polzin.

HSV sucht Austausch mit Mikelbrencis
Auch sportlich bringt der Außenverteidiger besondere Qualitäten mit. Mit einem Top-Speed von 34,8 km/h gehört er zu den schnellsten Spielern im HSV-Kader.
Entsprechend laufen im Hintergrund bereits Gespräche. Sportdirektor Claus Costa hat laut Bild-Bericht ein erstes Telefonat mit Mikelbrencis’ Berater geführt. Ein intensiverer Austausch über die Zukunft soll bald folgen.
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Trainer Polzin ließ keinen Zweifel daran, dass der HSV weiterhin viel Potenzial im Youngster sieht: „Wir sind noch lange nicht am Ende mit ihm. Er weiß genau, welche Schritte er als Nächstes gehen muss.“
Sollte Mikelbrencis tatsächlich verlängern, könnte das auch Auswirkungen auf die Konkurrenz haben. In erster Linie ist Leihspieler Giorgi Gocholeishvili zu nennen, dessen Zukunft im Volkspark derzeit noch offen ist. Nach einem starken Saisonstart ließen die Leistungen des Georgiers in den vergangenen Monaten spürbar nach.

